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Der Seefernaufklärer P-3C Orion, der unter anderem bei der Operation "Atalanta" im Einsatz ist, wird nicht weiter modernisiert, teilt das Verteidigungsministerium mit. Es wird nun eine Alternative gesucht. Foto: Bundeswehr/Piz EinFüKdo
Berlin. Das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) beabsichtigt, die Modernisierung des Marineflugzeugs P-3C ORION vorzeitig zu beenden, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Grund hierfür seien die nicht mehr kalkulierbaren Gesamtkosten und die technischen Schwierigkeiten, die sich während der Modernisierungsmaßnahmen bei der Firma ergeben haben.
Hintergrund Die Verzögerungen bei der Modernisierung der P-3C ORION führten bereits heute zu einer ungenügenden materiellen Einsatzbereitschaft ohne eine absehbare Verbesserung, schreibt das BMVg in der Mitteilung. Erschwerend komme hinzu, dass die P-3C ORION mit dem taktischen Kennzeichen „60+01“ bei einem Betankungsvorgang Ende März 2020 stark beschädigt wurde.
Der #Seefernaufklärer P-3C Orion wird nicht weiter modernisiert! Die #Bundeswehr ist nun auf der Suche nach einem Nachfolger! https://t.co/m4MwN739ZY— Bundeswehr (@bundeswehrInfo) June 17, 2020
Der #Seefernaufklärer P-3C Orion wird nicht weiter modernisiert! Die #Bundeswehr ist nun auf der Suche nach einem Nachfolger! https://t.co/m4MwN739ZY
Daher habe das BMVg auf Grundlage einer Fähigkeitsbewertung mit den Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von P-3C ORION bei der Marine, einer Projektanalyse durch den Auftragnehmer Airbus sowie einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung mit Risikoanalyse, entschieden, das Modernisierungsvorhaben P-3C ORION vorzeitig zu beenden. Das bedeutet, "dass die Arbeiten am Mustereinbau der Missionsausstattung gestoppt werden". Die an zwei P-3C ORION fortgeschrittenen Instandhaltungsmaßnahmen des Rewingings sollen jedoch noch abgeschlossen werden.
"Eine durch den Wegfall der P-3C ORION entstehende Fähigkeitslücke, insbesondere zur weiträumigen und schnellen Unterwasserseekriegführung, kann nicht hingenommen werden", schreibt das Ministerium.
Aus diesem Grund führe die Bundeswehr derzeit eine Marktsichtung durch, "welche alle marktverfügbaren Plattformen berücksichtigt". Diese Analyse soll neben der operationellen Bedarfsdeckung auch alle Wechselwirkungen auf das deutsch-französische Kooperationsvorhaben Maritime Airborne Warfare System (MAWS) bewerten.
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