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Russische Drohnen fliegen bis nach Polen und damit in den Nato-Luftraum. Wie damit umgehen? Die SPD will die Luftverteidigung der Bundeswehr nach dem Vorfall stärken.
Berlin. Angesichts des Eindringens russischer Drohnen in den polnischen Luftraum fordert die SPD-Bundestagsfraktion eine bessere Ausstattung der Bundeswehr zur Luftverteidigung. «Unsere Luftverteidigungskapazitäten müssen weiterhin dringend ausgebaut werden», sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Siemtje Möller der Funke-Mediengruppe.
Neben der bereits angestoßenen Nachbeschaffung der an die Ukraine abgegebenen Patriot- und Iris-T-Systeme brauche es vor allem eine deutlich höhere Zahl an Skyrangern - ist ein mobiles Flugabwehrsystem auf Fahrzeugen. «Die bislang bestellten 18 Stück reichen bei weitem nicht aus», sagte Möller.
Auch der noch amtierende Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Alfons Mais, hatte jüngst die fehlenden Fähigkeiten zur Abwehr von Drohnen als größte Schwäche der Bundeswehr bezeichnet. Er riet zur größtmöglichen Anstrengung beim weiteren Aufbau der Abwehr von Drohnen.
Während eines russischen Luftangriffs auf die Ukraine in der Nacht zu Mittwoch war eine große Zahl Drohnen in den Luftraum Polens und damit der Nato geraten. Die polnische Luftwaffe und andere Nato-Verbündete in Polen schossen erstmals einige russische Drohnen ab. Deutschland kündigte am Donnerstag an, weitere Kampfjets in polnischen Luftraum zu schicken. Auch Frankreich schickt Kampfjets zum Schutz.
Rhein für mehr nationale Waffenkäufe
Unterdessen will Hessens Ministerpräsident Boris Rhein bei der Aufrüstung mehr auf nationale Rüstungsfirmen setzen. «Wir brauchen eine Deutschland-Garantie für die Verteidigung. Mit den frischen Verteidigungsmilliarden des Bundes muss gezielt ein Kampffähigkeits- und Konjunkturpaket für Deutschland geschnürt werden - mit Aufträgen für unsere nationale Rüstungsindustrie, Investitionen in die Kampfdrohnenproduktion und in die Wehrfähigkeit unserer Infrastruktur», sagte der CDU-Politiker der «Bild».
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