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Berlin. Das neue Operative Führungskommando der Bundeswehr hat Führungsaufgaben im In- und im Ausland übernommen. «Das gilt für den Hauptauftrag der Landes- und Bündnisverteidigung ebenso wie für die Amts- und Katastrophenhilfe, vom Frühjahr an auch für das internationale Krisenmanagement, bei militärischen Evakuierungsoperationen und bei Einsätzen der Spezialkräfte», sagte der Befehlshaber, Generalleutnant Alexander Sollfrank, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. In seinem neuen Kommando werden damit von heute an Aufgaben zusammengeführt, die bisher das Einsatzführungskommando für das Ausland und das Territoriale Führungskommando für das Inland hatten. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte im April gesagt, er wolle die Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr mit einem einheitlichen Operativen Führungskommando stärken.Gesamtlagebild in Zeiten hybrider Kriegsführung Sollfrank sagte, eine der wichtigsten Aufgaben sei es, in einem Gesamtlagebild militärische und zivile Informationen zu bündeln und einzuordnen, um Hinweise («Indikatoren») hybrider Kriegführung rechtzeitig miteinander zu verknüpfen und passgenau reagieren zu können. «Wir sind einer Vielzahl hybrider Angriffe ausgesetzt. Desinformation und Propaganda, Spionage, staatlich gesteuerte Hackerangriffe und Sabotageakte gegen kritische Infrastruktur kennzeichnen die aktuelle Sicherheitslage», so der General. «Viele dieser Einzelinformationen fließen in - sehr gute - Teillagebilder ein. Doch um die richtigen Rückschlüsse ziehen zu können, brauchen wir ein aktuelles und umfassendes Gesamtlagebild.»
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