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Vilnius. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius ist am Mittwoch in Vilnius mit dem Vorkommando der Bundeswehr-Brigade zusammengetroffen, die Deutschland bis 2027 in dem baltischen Partnerland an der Nato-Ostflanke stationieren will. «Ich freue mich sehr, wirklich sehr, über das, was Sie hier tun. Es ist beispielgebend, es ist beispiellos in der Geschichte der Republik und der Bundeswehr», sagte der SPD-Politiker bei dem Treffen mit der von Oberst André Hastenrath geführten Truppe. «Vielen, vielen Dank, Herr Oberst, an Sie und Ihre Männer und Frauen, weil das wirklich ein besonderer Schritt ist, den wir hier machen.»
Als Reaktion auf die veränderte Sicherheitslage in Europa hat die Bundesregierung zugesagt, einen gefechtsbereiten und eigenständig handlungsfähigen Kampfverband fest in Litauen zu stationieren. Die Brigade soll bis 2027 einsatzfähig sein. Vorgesehen ist eine dauerhafte Präsenz von etwa 4800 Soldaten sowie rund 200 zivilen Bundeswehrangehörigen, die ihre Familien mitbringen können. Deutschlands Truppenstationierung ist für die Litauer eine gewünschte Rückversicherung der Nato-Beistandsverpflichtung.
Das Vorkommando mit etwa 20 Soldaten war am 8. April in Litauen eingetroffen. Es besteht aus Spezialisten aus verschiedenen Bereichen und soll zum vierten Quartal 2024 auf einen Aufstellungsstab von rund 150 Männern und Frauen anwachsen - auch um die Voraussetzungen für die Verlegung weiterer Soldaten schaffen. «Wir sind auf dem richtigen Weg», betonte Pistorius in einer kurzen Ansprache an die Truppe.
Nach dem Treffen mit dem Vorkommando machte sich Pistorius auf den Weg auf den litauischen Militärstützpunkt Pabrade. Dort nehmen deutsche Soldaten an der Nato-Verteidigungsübung «Steadfast Defender» (etwa: «Standhafter Verteidiger») teil - das größte Nato-Manöver seit dem Ende des Kalten Krieges vor rund 35 Jahren. Deutschland beteiligt sich mit 12 000 Bundeswehrsoldaten und mehreren eigenen Übungen unter dem Namen «Grand Quadriga».
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