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Polen setzt auf ukrainisches Know-how: Nach dem jüngsten Drohnenvorfall will sich das Nato-Land von Kiew zeigen lassen, wie Militärdrohnen effizienter abgewehrt werden können.
Warschau/Kiew. Nach dem massiven Eindringen russischer Militärdrohnen in den polnischen Luftraum soll die Armee des Nato-Landes von der Ukraine in der Bekämpfung der Flugobjekte ausgebildet werden. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnete Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz mit seinem ukrainischen Amtskollegen Denys Schmyhal bei einem Besuch in Kiew.
«Wir sind bereit, unsere Erfahrung zu teilen und polnische Militärs und Ingenieure auszubilden, wie die Abwehrsysteme in verschiedenen Bereichen einzusetzen sind, besonders im Luftraum», schrieb Schmyhal nach dem Treffen. Kiew zähle dabei auch darauf, dass gemeinsame Rüstungsprojekte mit Polen aus dem europäischen Rüstungsprogramm SAFE mitfinanziert werden.
Drohnen-Vorfall in Polen offenbarte Lücken bei Verteidigung
Bei dem Eindringen vieler russischer Drohnen in den polnischen Luftraum in der vergangenen Woche waren polnische F-16 Kampfjets und in Polen stationierte Maschinen vom Typ F-35 der niederländischen Luftwaffe aufgestiegen und hatten Drohnen abgeschossen. Dieses Verfahren ist jedoch aufwendig und teuer. Der Vorfall offenbarte Lücken bei der Abwehr von Militärdrohnen durch das westliche Verteidigungsbündnis.
Die ukrainische Armee wehrt russische Drohnen hauptsächlich mit Maschinengewehrfeuer ab. Dazu werden mobile Trupps mit Geländewagen, Hubschrauber und auch die unter anderem von Deutschland gelieferten Gepard- und Skynex-Systeme eingesetzt. Präsident Wolodymyr Selenskyj warb zuletzt verstärkt für den Einsatz von Abfangdrohnen und will mit westlicher Hilfe ihre Produktion hochfahren.
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