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Kameradschaft und Selbstverständnis
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Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Ein Hauptmann der Bundeswehr soll sich Russland als Agent angeboten haben. An diesem Montag steht er in Düsseldorf vor Gericht.
Düsseldorf. Ein deutscher Berufssoldat muss sich an diesem Montag (11.00 Uhr) als mutmaßlicher Spion Russlands vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht verantworten. Die Bundesanwaltschaft hatte im März Anklage gegen den Mann wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit erhoben.
Der Soldat im Rang eines Hauptmanns soll aus eigenem Antrieb Informationen angeboten und geliefert haben. Der Angeklagte habe beim Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) in Koblenz als Sachbearbeiter gearbeitet, hieß es. Das Bundesamt ist zuständig für die Ausstattung der Bundeswehr. Dabei geht es auch um die Entwicklung, Erprobung und Beschaffung von Wehrtechnik.
Ab Mai 2023 soll der Mann mehrfach dem russischen Generalkonsulat in Bonn und der russischen Botschaft in Berlin eine Zusammenarbeit angeboten und dabei auch schon Informationen weitergegeben haben. Hinweise, dass er dafür im Gegenzug Geld erhalten habe, gebe es nicht. Beamte des Bundeskriminalamtes hatten den Hauptmann am 9. August in Koblenz festgenommen. Seitdem ist er in Untersuchungshaft.
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