Ein Zeugnis dessen, was passiert, wenn Politik an ihre Grenzen stößt
300 Seminare für einen geordneten Übergang in den Ruhestand
DBwV für neues Artikelgesetz Militärische Sicherheit, fordert aber Nachbesserungen
Mannschaften, eine Dienstgradgruppe vor großen Aufgaben
Wüstner: „Gefahr ist groß, dass Russland die Situation ausnutzt“
„Vielleicht geht es um alles“
Eine Entscheidung, die bis heute schwere Folgen hat
Der Verband der Berufssoldaten der DDR – Interessenvertretung und Lernort demokratischer Mitbestimmung.
EuGH: Fahrten von einem zentralen Stützpunkt zu wechselnden Einsatzorten können Arbeitszeit sein
Kabinett beschließt Novellierung der Bundeslaufbahnverordnung – wichtige Forderungen umgesetzt
Panzerbrigade 45: Einsatzversorgung in Litauen gesichert
Verbandserfolg: Ehepartnerzuschlag für ins Ausland mitreisende Ehegatten durchgesetzt
Anpassung des Auslandsverwendungszuschlags in Jordanien und Erbil
Bundeswehr bleibt im Einsatz gegen IS
Weihnachtszeit im Libanon und in Litauen
Bundestag verlängert EU- und Nato-Mission im Mittelmeer
„Lassen Sie uns gemeinsam den Tag deutschlandweit zu etwas Besonderem machen“
16K3-Gedenkmarsch: Erinnerung an das Karfreitagsgefecht
Erinnerung an die Gefallenen vom OP North
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Nicht alle Zivilbeschäftigte der Bundeswehr können in positiver Weise von Qualifizierungsgesprächen berichten. Foto: picture alliance / dpa Themendienst
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
wenn ich Kolleginnen und Kollegen im Arbeitnehmerstatus frage, ob sie im Rahmen der Personalentwicklung ein Qualifizierungsgespräch angeboten bekommen haben, dann durfte ich einige positive Berichte vernehmen, bei denen die Vorgaben der Zentralen Dienstvorschrift A-1340/15 bei der Durchführung von Qualifizierungs- und PE-Gesprächen korrekt und mit einigen sehr positiven Ergebnissen eingehalten wurden. Auch ich persönlich kenne positive Beispiele.
Häufig verneinten die Befragten jedoch, ein Gesprächsangebot erhalten zu haben. Ihnen wurde von einem Gespräch abgeraten oder dieses nur kurz geführt, da es „wegen des Alters oder der Eingruppierung eh keinen Sinn machen“ würde. Einige wussten sogar von Personalentwicklungsgesprächen zu berichten, bei denen ihnen mit Verweis auf ihre Tätigkeit und Eingruppierung keine Perspektiven aufgezeigt wurden.
Neben den unabsehbaren Folgen und vertanen Chancen für die betroffenen Kollegen – aber auch für den Arbeitgeber Bundeswehr – ist die ihnen entgegengebrachte geringe Wertschätzung bemerkenswert. Die Art und Weise ihres Umgangs im Rahmen der Personalentwicklung kann von den betroffenen Betroffenen nicht anders als Geringschätzung aufgenommen werden. Viele Tarifbeschäftigte sind in niedrigen bis mittleren Entgeltgruppen eingruppiert und nicht wenige von ihnen können auch keine hohen Qualifikationen aufweisen. Aber sind sie deshalb schlechtere Menschen oder Menschen zweiter Klasse?
Man stelle sich vor, was wäre, wenn es sie und ihre Aufgaben in der Bundeswehr nicht mehr geben würde. Tarifbeschäftigte sind trotz niedrig bewerteter Tätigkeiten dennoch wichtige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, nicht selten für die Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit unentbehrlich. Genau wie ihre Kollegen und Kameraden in den anderen Statusgruppen haben sie es unabhängig von ihrer Entgeltgruppe und ihrem Alters verdient, dass man sich um sie kümmert, ihnen zuhört, sie anerkennt, sowie – wenn möglich und gewollt – gefördert zu werden. Nicht selten schlummern unentdeckte Potentiale in ihnen – Potentiale, die wichtig für die Bundeswehr sind. Sie zu entdecken, das ist eine der Aufgaben der Personalentwicklung – sich mit Tarifbeschäftigten zu befassen, das ist ein Ausdruck der Wertschätzung.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Klaus-Hermann Scharf
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