Ein Zeugnis dessen, was passiert, wenn Politik an ihre Grenzen stößt
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Trumps strategischer Fehlschluss trifft auch Europa
Die alte Raubkatze und der Mut der Ukrainer
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Kabinett beschließt Novellierung der Bundeslaufbahnverordnung – wichtige Forderungen umgesetzt
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Verbandserfolg: Ehepartnerzuschlag für ins Ausland mitreisende Ehegatten durchgesetzt
Anpassung des Auslandsverwendungszuschlags in Jordanien und Erbil
Bundeswehr bleibt im Einsatz gegen IS
Weihnachtszeit im Libanon und in Litauen
Bundestag verlängert EU- und Nato-Mission im Mittelmeer
Ein Ausweis, der mehr als Anerkennung sein kann
16 Jahre nach dem Karfreitagsgefecht: Mehr als 26.000 machen beim 16K3-Gedenkmarsch mit
Gedenken: Vor 16 Jahren fielen drei Soldaten beim Karfreitagsgefecht
„Lassen Sie uns gemeinsam den Tag deutschlandweit zu etwas Besonderem machen“
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
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Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hält die Kritik der GEW an der Bundeswehr für schädlich Foto: dpa
Berlin. Mit der Verankerung der Bundeswehr in der Gesellschaft ist das ja so eine Sache. In der Theorie finden das alle total wichtig – in der Praxis aber werden unsere Soldatinnen und Soldaten immer wieder bewusst ausgegrenzt, wie sich gerade wieder im Streit um die Teilnahme einer Bundeswehr-Delegation an der Messe re:publica gezeigt hat. Auch Informationsveranstaltungen der Truppe an Schulen sorgen regelmäßig für Streit. Gut, dass aus Hessen, wo derzeit ebenfalls ein bedenklicher Vorgang zu beklagen ist, ein deutliches Signal kommt – und zwar von hoher politischer Stelle.Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) nämlich hat die Forderung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) scharf kritisiert, wonach Schulen auf Klassenfahrten zur Bundeswehr auf dem Hessentag in Korbach (25. Mai bis 3. Juni 2018) verzichten sollen. Die Gewerkschaft fürchtet nach eigenen Angaben, dass die Jugendlichen durch eine „interessengeleitete Werbekampagne und Karriereberatung“ in ihrer Berufswahl beeinflusst würden.
„Die Zurschaustellung von militärischen Gerätschaften sowie die Vorführungen beispielsweise von Nahkampfhandlungen zu martialischer Musik haben in den vergangenen Jahren wiederholt zu Irritationen und auch zu Kritik geführt“, schreibt die GEW. Die Berufsorientierung sei zwar eine wichtige schulische Aufgabe. Man wende sich aber dagegen, die Bundeswehr als einen gewöhnlichen Arbeitgeber zu behandeln.
Kultusminister Lorz hat diesem Aufruf nun deutlich widersprochen. Die Bundeswehr sei eine demokratisch legitimierte Organisation und damit ein wichtiger Bestandteil Deutschlands, sagte der Minister der Deutschen Presse-Agentur. Als staatliche Institution erfülle sie nicht nur bedeutende Sicherheits- und Verteidigungsaufgaben, sondern informiere die Öffentlichkeit auch über ihre Arbeit – „so auch seit mehr als 50 Jahren auf dem Hessentag“.Die von der GEW geäußerte Kritik an der grundsätzlichen Arbeit der Bundeswehr und der Rolle auf dem Hessentag entbehre jeglicher nachvollziehbarer Grundlage und schade ihrem Ansehen in der Öffentlichkeit, so Lorz weiter. Zudem sehe es die Landesregierung auch als ihre Aufgabe an, über die Arbeit der Bundeswehr als staatliche Institution in Hessens Schulen zu informieren.
Der DBwV begrüßt ausdrücklich die Haltung des Kultusministers. Wer mündige, gut informierte und damit dem Leitgedanken des „Staatsbürgers in Uniform“ entsprechende Soldaten wünscht, muss Interessenten an diesem besonderen Beruf auch die Gelegenheit bieten, sich umfassend zu informieren. Wir wünschen den Repräsentanten der Bundeswehr und allen Besuchern viel Spaß und Erfolg auf dem Hessentag.
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