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Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
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New York. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich nach der von Donald Trump angekündigten Kehrtwende gegenüber Russland beim US-Präsidenten bedankt. «Mister President versteht die Situation genau und ist über alle Aspekte dieses Krieges gut informiert», schrieb Selenskyj in der Nacht auf Mittwoch auf der Plattform X. «Wir schätzen seine Entschlossenheit sehr, zur Beendigung dieses Krieges beizutragen.» Er sei Trump für die starke Zusammenarbeit dankbar.
Zuvor hatte Trump nach einem Gespräch mit Selenskyj am Rande der UN-Generaldebatte in New York eine Kehrtwende in seinem Ukraine-Kurs verkündet: Er glaube, die Ukraine sei in der Lage, den Krieg gegen Russland mithilfe westlicher Verbündeter vollständig zu gewinnen, verkündete Trump auf seinem Sprachrohr Truth Social. Russland bezeichnete er als schwach. Der US-Präsident hatte in der Vergangenheit in Gesprächen über ein Ende des Krieges auch mögliche Gebietsabtretungen der Ukraine ins Spiel gebracht.
Dem US-Sender Fox News sagte Selenskyj, er glaube, dass Trump seine Position verändert habe - und zähle darauf, dass der US-Präsident seine Haltung zur Territorialfrage beibehalte. Er glaube auch, dass sich ihre Beziehung verbessert habe. Auf Nachfrage entgegnete Selenskyj, dass ihn Trumps Post auf Truth Social überrascht habe. Der Ukrainer sprach von «sehr positiven Signalen», dass Amerika bis zum Ende des Krieges an der Seite seines Landes stehen werde.
Zugleich bescheinigte Selenskyj den Vereinten Nationen, an Bedeutung zu verlieren. «Wir müssen zugeben, dass die Aufmerksamkeit der Welt für die UN schwindet», schrieb er auf X. Die Organisation habe weniger Einfluss und oft mangele es an echten Entscheidungen zu grundlegenden Fragen. «Die Instrumente funktionieren derzeit nicht. Aber sie werden funktionieren, wenn man aktiv ist.» Sein Appell laute: «Gemeinsam handeln. Vereint euch endlich, um den Krieg Russlands zu beenden.» Jetzt werde ein starker Anstoß benötigt, um Russland nach mehr als drei Jahren Krieg zum Frieden zu zwingen.
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