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Ein alter Seefernaufklärer Breguet Atlantic weist den Weg in die Marinefliegerkaserne. Foto: LV Nord
Nordholz. „Zeitenwende weltweit?“ lautete das Motto eines Vortrages von Oberstleutnant Thomas Behr im niedersächsischen Nordholz. Der Landesvorsitzende Nord nutzte darüber hinaus den Standorttag der Marineflieger für Gespräche mit Kommandeuren und Kommodores, „Spießen“ und Vertrauenspersonen des Marinefliegerkommandos sowie der beiden unterstellten und ebenfalls in Nordholz stationierten Marinefliegergeschwadern.
Dem Marinefliegerkommando, einem von drei Großverbänden der Marine, unterstehen die Seeluftstreitkräfte der Bundeswehr. Zu deren Aufgaben zählen die Überwachung großer Meeresgebiete, die Seekriegsführung aus der Luft, der Such- und Rettungsdienst („Search and Rescue“, SAR) sowie der Personal- und Materialtransport. Das Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“ ist zur Erfüllung seiner Aufgaben mit Flächenflugzeugen ausgestattet, das Marinefliegergeschwader 5 mit Hubschraubern.
Der Landesvorsitzende wurde bei seinem Besuch vom zuständigen Bezirksvorsitzenden Oberstleutnant Jörg Struckmeier und Stabsbootsmann Torsten Baldy begleitet. Letzterer, Vorsitzender der Nordholzer Standortkameradschaft, freute sich über die Visite Behrs: „Wir Mandatsträger sehen uns hier als Mittler zwischen den Mitgliedern an der Basis und dem Landesverband Nord. Der Besuch des Landesvorsitzenden, die Gespräche mit ihm und sein Vortrag stellen eine wichtige Unterstützung unserer Arbeit dar.“
Behr sieht sich als Landesvorsitzender „als Auftragnehmer“ und nutzte deshalb auch diesen Tag, um sich der Sorgen und Probleme der Truppe anzunehmen. Ob Kommandeure und Kommodores oder „Spieße, Vertrauenspersonen und Mandatsträger, die Teilnehmer an den Gesprächsrunden schilderten offen die Situation in der Truppe, machten Herausforderungen und Erwartungen deutlich. Thomas Behr erläuterte Aktivitäten und Erfolge des DBwV, betonte aber neben sozialen sowie finanziellen Aspekten auch die Tatsache, „dass wir alle Soldaten sind und die Streitkräfte einen Auftrag zu erfüllen haben“.
Mit der Personalgewinnung macht eines der wesentlichen Probleme der deutschen Streitkräfte auch den Nordholzern Sorge. So nannte ein Portepeeunteroffizier Beispiele, was zivile Arbeitgeber in der Region Bewerbern so alles bieten, von Leasingautos bis zu Hilfen in Wohnungsfragen: „Da können wir nicht mithalten und sind deshalb als Bundeswehr nicht attraktiv, so sehr wir uns auch vor Ort bemühen.“ Nicht nur bei diesem Thema wurde klar, „dass sich die Bundeswehr bewegen muss“, dass unter anderem bei Besoldung, Laufbahnen und Statusgruppen auch neue Wege zu gehen sind. Thomas Behr machte dazu in den Gesprächen und seinem Vortrag deutlich, dass der DBwV durchaus bereit sei, sinnvolle Veränderungen mitzutragen.
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