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Vancouver. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich erleichtert über die gelungene Evakuierung von rund 600 Menschen aus dem umkämpften Sudan durch die Luftwaffe gezeigt. «Ich bin froh und glücklich, dass unsere Sicherheitskräfte viele deutsche Landsleute und viele Bürgerinnen und Bürger aus der dramatischen Situation im Sudan evakuieren konnten», sagte Steinmeier am Dienstag in Vancouver während seines Kanada-Besuches. Zugleich sei er dankbar für den Mut und den Einsatz von Angehörigen der Bundeswehr, der Bundespolizei und des Auswärtigen Amtes.
«Wir alle können uns vorstellen, was das in den wenigen Tagen an Koordinierung mit Freunden und mit benachbarten Nationen notwendig machte», sagte Steinmeier weiter. «Es zeigt sich erneut, wie wichtig es ist, in dieser Welt Freunde und Partner zu haben - Freunde und Partner, die auch in der Not zur Seite stehen.»
Unter den von der Bundeswehr Geretteten seien auch 90 Kanadierinnen und Kanadier, berichtete Steinmeier. «Das wird hier in Kanada sehr geschätzt.» Premierminister Justin Trudeau habe sich dafür bei ihm bedankt. «Diesen Dank gebe ich gerne weiter nach Deutschland an die Angehörigen der Sicherheitskräfte.»
Zur Lage im Sudan meinte Steinmeier, er sei froh darüber, dass unter anderem auch die USA versuchten, zumindest eine Waffenruhe zu erreichen. «Aber die große Aufgabe muss im Sudan gelöst werden, dass die miteinander kämpfenden bewaffneten Parteien diese Kämpfe einstellen und sich auf einen gemeinsamen Weg begeben, der auch den Menschen im Sudan eine Zukunft gibt.»
In dem nordostafrikanischen Land will De-facto-Präsident Abdel Fattah al-Burhan, der auch Oberbefehlshaber der Armee ist, mithilfe des Militärs seinen Stellvertreter Mohammed Hamdan Daglo entmachten, den Anführer der einflussreichen paramilitärischen Gruppe Rapid Support Forces (RSF). Bei den Kämpfen sind der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge mindestens rund 460 Menschen umgekommen und fast 4100 verletzt worden. Die wahre Zahl dürfte deutlich höher liegen.
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