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Truppenabzug aus Afghanistan bis Mitte August? Deutschland ist mit 1100 Soldaten der zweitgrößte Truppensteller nach den USA. Foto: Twitter/Bundeswehr
„Verläuft alles nach Plan, werden bereits Mitte August alle deutschen Kräfte Afghanistan verlassen.“ Es ist der wohl wichtigste Satz im jüngsten Tagesbefehl der Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Generalinspekteur Eberhard Zorn.
Am Mittwoch hatte der Nato-Rat das Ende des Afghanistan-Einsatzes beschlossen. Es war eine Reaktion auf die Ankündigung der Vereinigten Staaten von Amerika, ihre Truppen bis spätestens zum 11. September 2021 aus dem Land am Hindukusch abzuziehen.
Bezüglich der Bundeswehr will das Verteidigungsministerium nun den geplanten Abzug deutscher Einsatzkräfte aus Afghanistan mit zusätzlichen Sicherungskräften schützen. Der DBwV hatte bereits im Vorfeld für die koordinierte Rückverlegung eine Absicherung mit zusätzlichen Schutz- und Spezialkräften gefordert.
„Unser oberstes Ziel ist es, alle unsere Soldatinnen und Soldaten, zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch unsere internationalen Kameradinnen und Kameraden gesund und sicher in ihre Heimat zurück zu bringen“, heißt es nun im Tagesbefehl der Verteidigungsministerin. „Darauf sind wir vorbereitet.“
In der #NATO haben wir gemeinsam das Ende des #Afghanistan-Einsatzes zum 11.9.2021 beschlossen. Unser oberstes Ziel ist es, alle unsere Soldatinnen & Soldaten, zivilen Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter sowie internationalen Kameraden gesund & sicher in ihre Heimat zurück zu bringen.— A. Kramp-Karrenbauer (@akk) April 15, 2021
In der #NATO haben wir gemeinsam das Ende des #Afghanistan-Einsatzes zum 11.9.2021 beschlossen. Unser oberstes Ziel ist es, alle unsere Soldatinnen & Soldaten, zivilen Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter sowie internationalen Kameraden gesund & sicher in ihre Heimat zurück zu bringen.
Deutschland ist mit 1100 Soldaten der zweitgrößte Truppensteller nach den USA. Tatsächlich konnten aufmerksame Nutzer der Twitter-Kanäle der Bundeswehr bereits seit Monaten den Abtransport von Material aus Afghanistan beobachten. Die ersten 500 Container mit Material verließen den Hindukusch bereits, nachdem die USA ihre Abzugspläne Anfang 2020 bekannt gaben. Nun müssen weitere 800 Container folgen, alles vom Sanitätskoffer bis zum gepanzerten Fahrzeug. Schweres Gerät wie beispielsweise der Schützenpanzer "Marder" oder die Panzerhaubitze 2000 wurden bereits vor Jahren ausgeflogen.
#Dingo und Waffen werden abtransportiert, Duschcontainer an afghanische Händler verkauft: Derzeit prüft die #Bundeswehr ganz genau, welches Material sie in #Afghanistan noch braucht. Nach 20 Jahren hat sich dort einiges angesammelt. #Einsatzpic.twitter.com/rxcB5yBUQz— Bundeswehr (@bundeswehrInfo) January 25, 2021
#Dingo und Waffen werden abtransportiert, Duschcontainer an afghanische Händler verkauft: Derzeit prüft die #Bundeswehr ganz genau, welches Material sie in #Afghanistan noch braucht. Nach 20 Jahren hat sich dort einiges angesammelt. #Einsatzpic.twitter.com/rxcB5yBUQz
Wenn alles nach Plan verlaufe, würden bis Mitte August alle deutschen Kräfte Afghanistan verlassen. „Die Bundeswehr verlässt Afghanistan mit Stolz“, heißt es vom BMVg. „Unsere Soldatinnen und Soldaten haben alle Aufträge erfüllt, die das Parlament ihnen gegeben hat.“ Die Soldatinnen und Soldaten hätten unter oft schweren Bedingungen einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den internationalen Terrorismus geleistet.
Im Tagesbefehl wurde abschließend auch noch auf eine weitere Forderung des Deutschen Bundeswehrverbands eingegangen: Der Evaluierung des intensivsten und verlustreichsten Einsatzes in der Geschichte der Bundeswehr. In 20 Jahren verloren 59 Soldaten ihr Leben im Einsatz am Hindukusch, davon 35 bei Anschlägen oder in Gefechten. Kramp-Karrenbauer kündigte an, zusammen mit dem Auswärtigen Amt, dem Entwicklungsministerium sowie anderen beteiligten Ministerien eine umfassende Bilanz des Einsatzes zu ziehen.
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