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Pferde als Aufklärer? Warum es bei der Bundeswehr keine Kavallerie gibt, aber zum Beispiel «Manni, das Maultier».
Berlin. Pferde gehörten früher so selbstverständlich zum Militär wie heute Panzer oder Kampfjets. Gibt es in der Bundeswehr vielleicht Pläne, die Kavallerie wiederzubeleben? Diese ungewöhnliche Frage kam bei der regelmäßig stattfindenden Regierungspressekonferenz zum Wochenbeginn in Berlin auf. Die anwesenden und zugeschalteten Journalisten erfuhren dabei Interessantes zum Thema Esel, Pferd und Maultier.
Ausgangspunkt war die Frage eines Journalisten, der unter Bezug auf einen entsprechenden Bericht im Reservistenmagazin «Loyal» wissen wollte, ob die Bundeswehr Pläne hat, wieder eine Kavallerie aufzubauen: Pferdetruppen für die Aufklärung in sumpfigen oder schwer zugänglichen Gebieten zum Beispiel oder für den Einsatz gegen Aufständische.
«Tragtierwesen» bei den Gebirgsjägern
Verdutzt antwortete ein Sprecher des Verteidigungsministeriums, er habe vom Thema pferdegestützte Kavallerie seit Jahren nichts gehört, erläuterte aber weiter: «Wir haben in der Bundeswehr durchaus Vierbeiner, die uns unterstützen, zum Beispiel Tragtierwesen bei den Gebirgsjägern (...)». Worum es sich bei diesen Wesen handelt, führte er dann auch weiter aus: Maultiere, die schwere Lasten im Gebirge transportieren.
Kein Rüstungsprojekt Pferd
Im Verlauf der Pressekonferenz ergänzte der Sprecher: Es gebe Pferde in der Bundeswehr. «Ein kleiner Teil der Tiere beim Tragtierwesen sind Haflinger.» Auch diese sind demnach Teil der Gebirgsjäger-Truppe der Bundeswehr. Pferde für den Bereich Aufklärung einzuführen, dafür gibt es dem Sprecher zufolge aber keine Prüfung und keine Pläne. «Es ist auch kein Rüstungsprojekt», fügte er hinzu.
Auf der Internetseite der Bundeswehr ist von etwa 60 Tieren die Rede, die im Einsatz bei den Gebirgsjägern in den Alpen sind: 45 Maultiere, 8 Haflinger und 6 Esel, darunter beispielsweise «Manni, das Maultier mit der Hufbrandnummer 55».
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