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Berlin. Der Afghanistan-Untersuchungsausschuss des Bundestages beginnt an diesem Donnerstag mit der Vernehmung von Zeugen, die über die letzte Phase des Einsatzes der Bundeswehr am Hindukusch Auskunft geben können. Die Mitglieder des von Ralf Stegner (SPD) geleiteten Ausschusses wollen zuerst den Leiter der Einsatzgruppe Afghanistan im Einsatzführungskommando befragen sowie zwei Offiziere aus dem Verteidigungsministerium.
Der Ausschuss hat die Aufgabe, die Ereignisse und Entscheidungen rund um den überstürzten Abzug der Bundeswehr und die Evakuierungsmission im August 2021 aufzuklären. In der vergangenen Woche hatte der Ausschuss dazu mehrere Sachverständige angehört. Der General a.D Hans-Lothar Domröse hatte in einer Stellungnahme geschrieben, es sei problematisch gewesen, die Ausbildung der afghanischen Streitkräfte auf Kasernen und Übungsplätze zu beschränken. Er hielt fest: «Der Verzicht auf die Verbindung zur Bevölkerung und der Verlust unserer Kontakte zu Gouverneuren, Politikern und Organisationen zu deren Schutz und Sicherheit wir ja am Hindukusch waren, sollten sich beim überstürzten Abzug rächen.»
Markus Kaim von der Stiftung Wissenschaft und Politik identifizierte ein grundlegendes Problem des Afghanistan-Einsatzes. Er schrieb: «Ständig wechselnde und politisch motivierte Zwischenziele für das Engagement untergruben die Fähigkeit der USA wie der NATO, realistische Ziele für den Aufbau einer fähigen Armee und Polizei zu setzen.»
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