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Amerikanische Soldaten durchqueren in Kürze Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen auf dem Weg nach Polen. Die Bundeswehr bietet ihnen die Möglichkeit zur Rast und zum Tanken.
Burg - Hunderte US-Militärfahrzeuge rollen in der kommenden Woche über Sachsen-Anhalts Straßen und nutzen den Bundeswehrstandort Burg für eine Rast. Auf ihrem Weg Richtung Polen sollen in Konvois rund 400 Radfahrzeuge vom 30. Januar bis 3. Februar schwerpunktmäßig über die Autobahn 2 fahren, kündigte der Generalkonsul der USA für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Timothy Eydelnant, am Mittwoch (23. Januar 2019) in Burg an.
Für die Soldaten geht es dann weiter nach Brandenburg, eine weitere Raststation sei zudem im sächsischen Weißwasser in der Oberlausitz eingeplant, hieß es. Als Reaktion auf die russische Annexion der Krim 2014 hatte die Nato zur Abschreckung die Verlegung von Truppen und Gerät in die baltischen Staaten und Polen beschlossen. Ziel der Operation «Atlantic Resolve» sei es, die Einsatzbereitschaft der Nato-Truppen sicherzustellen und so dauerhaft Frieden und Stabilität in Europa zu sichern, sagte Eydelnant. Die Truppen rotieren alle neun Monate.
Alles in allem werden laut Eydelnant 3500 Soldaten und rund 2200 Fahrzeuge - darunter Panzer, Schützenpanzer, Ketten- und Radfahrzeuge - vom Hafen im belgischen Antwerpen nach Polen transportiert. Die meisten Fahrzeuge sind per Zug oder Lastschiff unterwegs. 26 Züge sind dazu den Angaben nach eingeplant.
Die Clausewitz-Kaserne in Burg an der A2 dient den US-Soldaten in der kommenden Woche als Ort zum Rasten und Tanken. Nach den nächtlichen Märschen erhalten sie Schlafmöglichkeiten, Sanitäranlagen sind vorbereitet. Die Soldaten können Arbeitsplätze zur Instandsetzung nutzen ebenso wie ein Sanitätsversorgungszentrum. Vieles bringen die US-Truppen selbst mit: etwa den Sprit zum Tanken bis hin zu den Scheinwerfern, um das Gelände zu beleuchten. Eine erste Gruppe hat mit der Vorbereitung in Burg bereits begonnen.
Generalkonsul Eydelnant betonte: «Die aktuellen Truppenbewegungen haben nicht mit Bedrohung oder Provokation zu tun, sondern demonstrieren die anhaltende Unterstützung der USA für die Nato.» Er bedankte sich für die Unterstützung der Bundeswehr. «Und bei allen Menschen in Burg, Sachsen-Anhalt und der Region möchte ich mich für ihre Gastfreundschaft und ihr Verständnis bedanken.» Er kündigte für den 1. Februar einen Besuch des US-Botschafters Richard Grenell in Burg an. Dieser wolle die gute Zusammenarbeit würdigen.
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