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Erinnerung an Tobias Lagenstein und Thomas Tholi
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Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Olaf Scholz bei der Bundeswehrtagung in Berlin: Der Bundeskanzler unterstützt die Forderung nach einem Veteranentag und wünscht sich eine Initiative aus der Mitte des Bundestages. Foto: picture alliance/dpa/Christophe Gateau
Berlin. Bundeskanzler Olaf Scholz unterstützt den seit Jahren vom Deutschen BundeswehrVerband geforderten Veteranentag als Anerkennung für Soldatinnen und Soldaten und ihren Dienst: Er wünsche sich eine Initiative aus der Mitte des Bundestages, sagte Scholz am Freitag während der Bundeswehrtagung in Berlin. „Ich begrüße die Idee eines Veteranentages. Die Wertschätzung für die Bundeswehr in der Gesellschaft, so Scholz, sei seiner Meinung nach in den vergangenen Monaten enorm gestiegen.
Der DBwV fordert seit vielen Jahren eine neue Veteranenkultur und einen Veteranentag. Dazu hat der Verband mit „Mission Seele 2023“ ein Konzept für eine neue Veteranenkultur vorgelegt. Für den Bundesvorsitzenden Oberst André Wüstner ist klar: „Es gibt Menschen, die ein besonderes Dienstverhältnis eingehen für dieses Land. Das wertzuschätzen und im Fall von Schädigungen ein Maximum an Unterstützung zu sichern, ist nicht nur Aufgabe von Politik, sondern auch von vielen Teilen der Gesellschaft wie Wirtschaft, Gewerkschaften, Kirchen und anderen. Ich hoffe, dass die Invictus Games zu einem Meilenstein werden, eine solche Kultur weiterzuentwickeln – auch mit einem gesellschaftlich eingebetteten Veteranentag“, so Wüstner.
Der Deutsche BundeswehrVerband hat das Konzept „Mission Seele 2023“ während der Invictus Games in Düsseldorf im September 2023 vorgelegt. Bereits im Jahr 2020 hat der Verband seine Forderung mit dem Papier „Mission Seele“ den Verteidigungspolitikern der Bundestagsfraktionen, der Wehrbeauftragten und der damaligen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer vorgetragen. Die Debatte darüber ist inzwischen im Bundestag und bei der Bundesregierung angekommen. Die Union hat in einem Antrag einen Veteranentag gefordert. „Den mehr als 10 Millionen Frauen und Männern der Bundeswehr, die unter teils gefährlichen Bedingungen, persönlichen Entbehrungen sowie körperlichen und seelischen Härten für Frieden, Freiheit und die Sicherheit Deutschlands seit der Gründung der Bundeswehr einstanden und einstehen, gebührt unser Respekt und unsere Anerkennung“, sagt der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Florian Hahn (CSU).
Die Verfasser fordern, die „Anerkennung von Leistungen der zehn Millionen Veteraninnen und Veteranen“ sowie der rund 400.000 Einsatzveteraninnen und -veteranen zu stärken. Dafür brauche es die Initiative des Parlaments, „zusammen mit dem Bundeswehrverband, den Veteranenverbänden, dem Reservistenverband, der Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestags und den Bundesländern“. Andere fordern einen Gedenkort.
Die SPD-Verteidigungspolitiker Johannes Arlt und Kristian Klinck meinten, dieser solle in der Nähe des Reichstagsgebäudes entstehen, damit sei die Erinnerung nahe am Parlament. Die SPD-Politiker mahnen an, dass Kriegsversehrte und ihre Familien besser versorgt werden, „von der Kinderbetreuung bis zur Familientherapie oder dem Familienerholungsurlaub“. Wenige Tage vor der vergangenen Debatte im Bundestag zum Thema Veteranen hatten Johannes Arlt und Kristian Klinck ihre Forderung angekündigt, eine Veteranengedenkkultur zu etablieren – mit Gedenkorten und einem Veteranentag. „Wenn wir als Parlament Soldaten in den Einsatz schicken, müssen wir uns mit dem Ende, den Folgen beschäftigen. Es ist eine Frage von Respekt und Verantwortungsübernahme, dass eine Gesellschaft sich darüber Gedanken macht, wie sie mit den Folgen ihrer Außen- und Sicherheitspolitik umgeht“, sagte Johannes Arlt, der auch veteranenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion ist.
Weitere Informationen zum Status Quo der Veteranenkultur und zu den Forderungen der deutschen Veteranenbewegung unter https://www.dbwv.de/veteranen
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