Übertragung Tarifabschluss und verfassungskonforme Alimentation
Ein Zeugnis dessen, was passiert, wenn Politik an ihre Grenzen stößt
300 Seminare für einen geordneten Übergang in den Ruhestand
DBwV für neues Artikelgesetz Militärische Sicherheit, fordert aber Nachbesserungen
Kyros Mossadegh, der Schah und die Mullahs
Bundesregierung beschließt Novellierung des Versorgungsausgleichsrechts
Hohe Spritpreise Entlastungsprämie „Schritt in die richtige Richtung“ - Anhebung beim „Kilometergeld“ notwendig
Trumps strategischer Fehlschluss trifft auch Europa
SaZ-Onlinetreff: Rentenansprüche sichern – Nachversicherung, Aufstockung und Übergangsleistungen richtig nutzen
Nächste Runde für die Soldata: Bundesweite Job- und Bildungsmesse für Soldaten
EuGH: Fahrten von einem zentralen Stützpunkt zu wechselnden Einsatzorten können Arbeitszeit sein
Kabinett beschließt Novellierung der Bundeslaufbahnverordnung – wichtige Forderungen umgesetzt
Anpassung des Auslandsverwendungszuschlags in Jordanien und Erbil
Bundeswehr bleibt im Einsatz gegen IS
Weihnachtszeit im Libanon und in Litauen
Bundestag verlängert EU- und Nato-Mission im Mittelmeer
Internationaler 16K3-Marsch als Zeichen der Erinnerung
Gedenken: Vor 16 Jahren fielen vier Soldaten in Afghanistan
Ein Ausweis, der mehr als Anerkennung sein kann
16 Jahre nach dem Karfreitagsgefecht: Mehr als 26.000 machen beim 16K3-Gedenkmarsch mit
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Gerd Dombrowski (links) begrüßt die Referentin Christina Lieth. Foto: DBwV
Isernhagen. Ob wichtige Gesetzesvorhaben angesichts der bevorstehenden Wahlen noch ihren Abschluss finden, das ist mehr als fraglich. Der Deutsche Bundestag tritt zwar in der 5. Kalenderwoche 2025 (27. bis 31. Januar) noch einmal zusammen. Es bleibe jedoch abzuwarten, inwieweit das Gesetz zur weiteren Stärkung der personellen Einsatzbereitschaft und zur Änderung von Vorschriften für die Bundeswehr („Artikelgesetz Zeitenwende“) sowie das Gesetz zur verfassungsgemäßen Besoldung und Versorgung („Alimentationsgesetz“) noch auf die Tagesordnung kommen. Dies machte Stabsfeldwebel a.D. Gerd Dombrowski auf einer Tagung für Soldaten auf Zeit in Isernhagen deutlich. Der stellvertretende Landesvorsitzende Nord betonte, wie wichtig beide Gesetzesvorhaben für die Bundeswehrangehörigen und die deutschen Streitkräfte insgesamt sind. Er äußerte deshalb die Hoffnung, dass beide Gesetze, unabhängig von der politischen Konstellation, schnellstmöglich Rechtskraft erlangen.
Auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ersten Veranstaltung auf Landesebene in diesem Jahr wartete ein umfassendes Informationsangebot. Die Bandbreite reichte von Verbandsangelegenheiten über die Berufsförderung bis zum Auswahlverfahren für Berufssoldaten. So erläuterte Studiendirektorin Christina Lieth, Leiterin der Bundeswehrfachschule Hannover, das Angebot dieser zehn bundeseigenen Bildungseinrichtungen des zweiten Bildungswegs.
An den Fachschulen erhalten Soldatinnen und Soldaten Qualifikationen in schulischen und beruflichen Lehrgängen. Das Bildungsangebot erstreckt sich von Vorkursen über den Erwerb des Hauptschulabschlusses, der Mittleren Reife und der Fachhochschulreife bis hin zu Studienvorbereitungskursen. Die Pädagogin machte deutlich, dass eine verbindliche Voraussetzung für eine Teilnahme die Beratung durch den Berufsförderungsdienst (BFD) der Bundeswehr sei.
Marcel Matthies, Regierungsamtmann beim BFD Hannover, definierte die Ziele der Berufsförderung. Soldatinnen und Soldaten auf Zeit soll nach Eignung, Neigung und Leistungsfähigkeit eine individuelle Qualifizierung ermöglicht werden. Die Vorbereitung auf eine zivilberufliche Tätigkeit gehört ebenso dazu wie die finanzielle Absicherung sowie die Unterstützung bei der Beschäftigungssuche. „Alle Leistungen haben den Zweck, SaZ nach Ablauf ihrer Dienstzeit angemessen in das zivile Erwerbsleben einzugliedern“, fasste Matthies die Aufgaben des Berufsförderungsdienstes zusammen.
Über ausgewählte Aspekte im Personalmanagement der Unteroffiziere und Mannschaften sprach Stefen Schneider vom Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr. Der Oberstleutnant umriss dabei unter anderem die Herausforderungen in der Personalgewinnung und -entwicklung sowie Auswahlverfahren und -konferenzen. Schneider machte dabei deutlich, dass das Amt weder Strukturen noch Stellenpläne oder -dotierungen vorgibt. Er erläuterte, dass die Aufgabe in der Bedarfsdeckung für die Truppe besteht, die sich nach deren Anforderungen in Sachen Ausbildung und Qualifikation richtet. Als eine der Herausforderungen bezeichnete er den Umstand, dass ein Viertel der eingestellten Soldatinnen und Soldaten die Bundeswehr innerhalb der ersten sechs Monate vorzeitig wieder verlässt.
Interessantes gab es auch über die Personalbindung in der Bundeswehr. Ferner zur Vorsorge von Soldaten auf Zeit in Sachen persönlicher Kranken- und Pflegeversicherung sowie die Anwartschaft für deren Familien. Darüber hinaus standen Ausführungen über die Förderungsgesellschaft (FÖG) des DBwV auf dem Programm. Dazu trug erstmals auf einer Tagung deren neue Serviceberater für den Bereich des Landesverbandes Nord, Kapitän zur See a.D. Götz Meiert, vor. Der „Arbeitgeber Justiz“ wurde ebenso vorgestellt wie die Studienangebote der Northern Business School (Hamburg). Mit ähnlichen Inhalten ist laut Oberstabsfeldwebel a.D. Stefan Hinrichsen auch dieses Jahr wieder eine zweite Tagung für Soldaten auf Zeit geplant. „Termin und Ort werden“, so der Sonderbeauftrage SaZ im Landesverband Nord, „rechtzeitig bekanntgegeben.“
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