Das Kommando Aufklärung und Wirkung (KdoAufklWirk), das operative Rückgrat des Organisationsbereichs Cyber- und Informationsraum (CIR), steht nun unter der Führung von Brigadegeneral Achim Werres. Foto: DBwV

Das Kommando Aufklärung und Wirkung (KdoAufklWirk), das operative Rückgrat des Organisationsbereichs Cyber- und Informationsraum (CIR), steht nun unter der Führung von Brigadegeneral Achim Werres. Foto: DBwV

26.01.2026
vk

Eine Ära geht zu Ende, Kommando Aufklärung und Wirkung unter neuer Führung

Daun/Eifel. Bei klarem Winterwetter und vor der Kulisse der angetretenen Formationen vollzog sich am 13. Januar 2026 auf dem Marktplatz in Daun ein bedeutender personeller Wechsel. Das Kommando Aufklärung und Wirkung (KdoAufklWirk), das operative Rückgrat des Organisationsbereichs Cyber- und Informationsraum (CIR), steht nun unter der Führung von Brigadegeneral Achim Werres.

Mit dem Ausscheiden von Brigadegeneral Peter Richert verliert die Bundeswehr einen Offizier, der die Aufklärungslandschaft über Jahrzehnte geprägt hat. In seiner über 44-jährigen Dienstzeit durchlief Richert fast alle Facetten der Fernmeldetruppe und der Elektronischen Kampfführung (EloKa). Er galt als Architekt der Integration von Aufklärung und Wirkung unter einem gemeinsamen Dach.

Der Kommandeur Einsatzkräfte und Militärisches Nachrichtenwesen beim (CIR), Generalmajor Kuhn, würdigte in seiner Rede die Standhaftigkeit des scheidenden Kommandeurs: „Sie haben das KdoAufklWirk nicht nur geführt, Sie haben es geformt. In einer Zeit, in der die Grenze zwischen Frieden und hybrider Bedrohung verschwimmt, waren Sie der Garant für ein verlässliches Lagebild. Über vier Jahrzehnte im Dienst für unser Land sind ein Zeugnis von Pflichtgefühl, das heute selten geworden ist.“

Der neue Mann an der Spitze, Brigadegeneral Werres, ist im Organisationsbereich kein Unbekannter. Er gilt als ausgewiesener Experte für Vernetzung und Aufklärung. Seine Vita ist geprägt von Verwendungen im Militärischen Nachrichtenwesen sowie im Bundesministerium der Verteidigung. Werres bringt umfassende Erfahrung aus operativen Planungsprozessen und der Führung von IT-Verbänden mit, was ihn ideal für die komplexen Aufgaben in Daun qualifiziert. Er betonte in seinem ersten Statement vor der Truppe, dass die „Überlegenheit im Informationsraum nur durch die Symbiose aus Technik und personeller Exzellenz“ zu halten sei.

Das KdoAufklWirk ist weit mehr als eine Verwaltungseinheit. Als „Auge und Ohr“ der Bundeswehr bündelt es: stationäre und mobile EloKa: die Erfassung gegnerischer Kommunikation und Radarsignale. Operative Kommunikation: Die Beeinflussung des Informationsumfeldes in Einsatzgebieten. Zentrale Unterstützung: Die Bereitstellung von spezialisierter Expertise für alle Teilstreitkräfte.

In seiner Ansprache hob Generalmajor Kuhn besonders die Soldaten und zivilen Mitarbeiter hervor. Die im Kommando eingesetzten Spezialisten arbeiten oft im Geheimen und unter hohem Zeitdruck. Ob es um die Auswertung von Satellitendaten, das Stören gegnerischer Frequenzen oder die Analyse von Desinformationskampagnen geht – die Angehörigen des Kommandos sind die „First Responder“ in der digitalen Dimension. Der Appell endete traditionell mit der Nationalhymne wonach Brigadegeneral Richert mit einem Ehrenspalier in den Ruhestand verabschiedet wurde.

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