70 Jahre DBwV – Die Erfolgsgeschichte geht weiter
Ein Abend im Zeichen des Jubiläums
Klartext in spannenden Zeiten
Zielgruppentagung des Unterstützungsbereichs
70 Jahre Wehrpflicht: Einführung, Aussetzung und Neubeginn
Erinnerung an den Widerstand vom 20. Juli 1944
Mensch und Maschine: Robotik in der modernen Kriegsführung
Menschen. In Uniform.
Leistungen im Soldatenentschädigungsgesetz werden angepasst
Brücke in die Zukunft: Die Tagung für Soldaten auf Zeit
Vom Dienstherrn zum Arbeitgeber: Wie Soldaten im Justizvollzug eine neue Zukunft finden
SaZ-Onlinetreff: Rentenansprüche sichern – Nachversicherung, Aufstockung und Übergangsleistungen richtig nutzen
Mandat ein letztes Mal verlängert: Bundeswehreinsatz UNIFIL im Libanon
EUFOR Althea und KFOR: Bundestag stimmt für Verlängerung
Bundestag berät über letztmalige Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Libanon
Bundestag berät über die Bundeswehrbeteiligung an KFOR und EUFOR ALTHEA
Erinnerung an Andreas Heine und Christian Schlotterhose
Erinnerung an Alexander Schleiernick, Oleg Meiling und Martin Brunn
Berlin feiert die Veteranen
Sichtbares Zeichen des Gedenkens und der Wertschätzung
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Die Demonstranten in der Ukraine erringen einen Erfolg: Präsident Selenskyj trennt sich von seinem alten Armeechef. Der Neue gilt als Offizier, der seine Soldaten schützt.
Kiew. Der 43 Jahre alte Generalmajor Mychajlo Drapatyj führt künftig die ukrainischen Streitkräfte im Kampf gegen die russische Invasion. Präsident Wolodymyr Selenskyj entließ nach tagelangem Druck von Demonstranten den bisherigen Oberkommandierenden Olexander Syrskyj (60) und berief den jüngeren General auf diesen Posten.
In einer Videobotschaft aus Kiew kündigte der Staatschef eine Neuordnung des Generalstabs in Abstimmung mit Verteidigungsministerium und Präsidialamt an. Drapatyj, seit 25 Jahren Soldat, schrieb auf Facebook: «Ich werde verantwortungsbewusst, konzentriert und mit Respekt gegenüber den Menschen arbeiten, die heute unser Land verteidigen.»
Der Umbesetzung in der Armeeführung waren tagelange Proteste in vielen Städten der Ukraine vorgegangen, die sich an der Entlassung von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow (35) entzündet hatten. Fedorow hatte in einem halben Jahr im Amt die Technisierung der ukrainischen Armee vorangetrieben. Dies zeigte sich vor allem bei den zunehmend erfolgreichen Drohnenangriffen auf das russische Hinterland.
Neue «würdige Aufgabe» für Ex-Minister Fedorow
Der Minister lag aber, wie sich zeigte, im Dauerkonflikt mit Oberbefehlshaber Syrskyj, einem noch zu Sowjetzeiten ausgebildeten Kommandeur alter Schule. Die Demonstranten sahen den entlassenen Minister als Vertreter einer anderen Kriegführung, die auf Technik statt auf den Verschleiß von Soldaten setzt, an denen es in der Ukraine fehlt.
Nach tagelangen Beratungen mit vielen Kommandeuren traf Selenskyj sich am Dienstagabend noch einmal mit Fedorow. Dieser solle eine «würdige Position» bekommen, in der er sich weiter um die technische Entwicklung der Ukraine kümmern könne, kündigte der Präsident an. Details nannte er nicht.
Drapatyjs Husarenstreich in Mariupol 2014
Der in der Bevölkerung beliebte Drapatyj wird nach Walerij Saluschnyj und Olexander Syrskyj der dritte Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee in fast viereinhalb Jahren des russischen Angriffskriegs. Er erlangte schon 2014 als Major Berühmtheit, als er mit einem gepanzerten Mannschaftstransporter eine Straßensperre prorussischer Kräfte in Mariupol durchbrechen ließ. Damals konnte die Hafenstadt von der Ukraine verteidigt werden.
2024 half Drapatyj als Kommandeur, den russischen Einmarsch in das Gebiet Charkiw zu begrenzen. Später wurde er Befehlshaber der ukrainischen Bodentruppen. Von diesem Posten trat er 2025 zurück, weil beim Einschlag einer russischen Iskander-Rakete in eine Ausbildungseinheit zwölf Soldaten getötet worden waren. Er übernehme die Verantwortung dafür, dass im Heer Soldaten nicht genügend geschützt worden seien, erklärte er. Zuletzt befehligte Drapatyj eine Armeegruppe, die für die Verteidigung des Gebiets Charkiw zuständig ist.
Neuer Oberbefehlshaber für Armee-Reform
Das Portal «Kyiv Independent» schrieb, der General habe ein Image als «der oberste moderne, auf Menschen fokussierte Militärführer der Ukraine». In einem Facebook-Eintrag erklärte Drapatyj seine Unterstützung für Fedorow und forderte eine Armee-Reform: «Die Armee braucht Veränderungen, aber ohne Gerechtigkeit sind Veränderungen für die Menschen sinnlos, die diesen Krieg jeden Tag auf ihren Schultern tragen.»
Selenskyj würdigte ausdrücklich die militärischen Verdienste des scheidenden Armeechefs Syrskyj bei der Verteidigung von Kiew 2022 und Charkiw 2024 sowie beim ukrainischen Vorstoß ins russische Gebiet Kursk 2024. Er betonte, dass auch Nachfolger Drapatyj dies so sehe. Zum neuen Verteidigungsminister hat der Präsident kommissarisch Jewhenij Chmara ernannt. Drapatyj, Chmara und der Präsidialamts-Vize Pawlo Palissa sollen sich um eine Neuordnung des Verhältnisses zwischen Verteidigungsministerium und Generalstab kümmern.Nächtliche Drohnenangriffe
In der Nacht herrschte wieder Luftalarm über der Ost- und Zentralukraine wegen angreifender russischer Drohnen. Auch die Hauptstadt Kiew war betroffen. Gleichzeitig meldeten russische Gebiete wie Orjol, Kaluga oder Woronesch zeitweise Drohnen- oder Raketengefahr.
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