15.07.2026
dpa

Wadephul in Finnland – Lage an russischer Grenze zentral

Helsinki. Vor dem Hintergrund anhaltender russischer Bedrohungen besucht Außenminister Johann Wadephul von diesem Mittwoch an für zwei Tage Finnland. In der Hauptstadt Helsinki will der CDU-Politiker mit seiner Amtskollegin Elina Valtonen zu Beratungen zusammenkommen. Neben der Sicherheitslage an der finnisch-russischen Grenze dürfte die weitere Unterstützung der Ukraine Thema sein. Zuvor war Wadephul zu Besuch in der norwegischen Arktisregion.

Nach Angaben einer Sprecherin des Auswärtigen Amts steht am Mittwoch auch ein gemeinsamer Besuch auf einem Grenzpatrouillenschiff auf dem Programm. Wadephul will mit Valtonen am Donnerstag auch die finnisch-russische Grenze besuchen. Die Sicherheitslage an der mehr als 1.300 Kilometer langen finnisch-russischen Grenze gilt seit Beginn des Angriffskriegs in der Ukraine als angespannt. 

Finnland schloss 2023 seine Grenzübergänge zu Land zu Russland

Nach dem Nato-Beitritt Finnlands im April 2023 ist die Grenze die längste Landgrenze des Bündnisses zu Russland. Im Dezember 2023 hatte Finnland seine Grenzübergänge zu Land zu Russland dichtgemacht. Hintergrund waren Vorwürfe, Russland habe gezielt Migranten an die Grenze gebracht, um Unruhe zu stiften. Erst im Juni hat das Land entschieden, die Grenzen geschlossen zu halten. Das Risiko instrumentalisierter Migration bestehe weiter, hieß es.

Die Entscheidung betrifft nicht die Luft- und Wassergrenzen. Zuletzt gab es vermehrt Vorfälle mit fehlgeleiteten ukrainischen Drohnen, die auf finnischen Boden abstürzten. Eine unmittelbare militärische Bedrohung besteht aber nach finnischer Einschätzung derzeit nicht.

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