Foto: DBwV

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16.01.2026
jp/jb

Kameradschaft und Kampfgeist – Frauen schreiben Geschichte

Am 11. Januar 2000 traf der Europäische Gerichtshof eine wegweisende Entscheidung: Frauen erhielten Zugang zu allen Laufbahnen der Bundeswehr. Ein langer Weg war dieser Öffnung vorausgegangen: Der Deutsche BundeswehrVerband ist jeden Schritt mit- und manchen auch vorausgegangen. 

Vor 1991 war es Frauen nicht erlaubt, als Soldatin in den Streitkräften zu dienen. Bereits dagegen leitete der Verband einen Musterprozess ein und erreichte, dass ab 1991 Frauen Zugang zu allen Laufbahnen des Sanitätsdienstes und der Militärmusik erhielten. Der damalige Bundesvorsitzende, Oberst a.D. Bernhard Gertz, plädierte schon damals für die vollständige Öffnung aller soldatischen Laufbahnen für Frauen.

Um dieser Forderung weiteren Nachdruck zu verleihen, unterstützte der DBwV drei weitere Musterprozesse, in denen Frauen ihr Recht auf eine Laufbahn im Truppendienst geltend machten. Mit seinem Urteil vom 11. Januar 2000 entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) zugunsten der damaligen Klägerin Tanja Kreil und traf damit eine Entscheidung von grundsätzlicher Bedeutung, und zwar für die gesamte Bundeswehr.

25 Jahre später: Frauen prägen die Bundeswehr

Anlässlich dieses besonderen Jubiläums veröffentlicht der BundeswehrVerband in Kooperation mit Mittler im Maximilian Verlag sowie der Autorin Dr. Julia Egleder das Buch „Kameradschaft und Kampfgeist – Frauen in der Bundeswehr“, welches am Donnerstag, den 29. Januar 2026 in einem exklusiven Rahmen in der Bundesgeschäftsstelle präsentiert wird. Für alle, die nicht direkt vor Ort dabei sein können, wird es ab 18.30 Uhr die Möglichkeit geben, einen Teil der Veranstaltung per Livestream auf Instagram zu verfolgen.

Das Werk gibt 17 Soldatinnen Raum, ihre individuellen Wege, Erfahrungen und Perspektiven zu teilen. Die Protagonistinnen erzählen von Herausforderungen und Erfolgen, von Kameradschaft und Wandel, von Momenten des Stolzes und der Bewährung. Dabei zeichnet das Buch den Werdegang von Soldatinnen in den deutschen Streitkräften seit der Öffnung aller Laufbahnen für Frauen nach und würdigt zugleich ihren bedeutenden Beitrag zur Entwicklung einer modernen Bundeswehr.

Geschichten, die inspirieren

Einige der porträtierten Frauen kamen bereits kurz nach dem Kreil-Urteil zur Bundeswehr. Sie berichten von einer Zeit, in der oft improvisiert werden musste: fehlende Umkleiden, unpassende Uniformen, neugierige oder skeptische Blicke. Mit der Zeit änderte sich vieles – Strukturen wurden moderner, der Umgang professioneller. Manche Herausforderungen sind hingegen bis heute geblieben.

Gleichzeitig zeigen die Geschichten, wie viel möglich ist: Annika Schröder geriet im Karfreitagsgefecht in Afghanistan unter Beschuss. Hülya Süzen behauptete sich als eine der ersten muslimischen Soldatinnen in der Truppe. Tanja Merkl wurde Kommandantin eines Kriegsschiffs. Alexandra Dejonckheere ging kurz nach der Geburt ihres Kindes in den Auslandseinsatz nach Mali. Ihre Geschichten sind vielfältig. Sie alle eint die Überzeugung für den Dienst, das Erleben von Sinn und Verantwortung sowie tiefer Kameradschaft.

Mit diesem Buch würdigt der Deutsche BundeswehrVerband nicht nur die Fortschritte der letzten 25 Jahre. Er will inspirieren, vorangehen und insbesondere junge Frauen für den Dienst in der Bundeswehr begeistern. Jede dieser individuellen und persönlichen Geschichten ist Vorbild für junge Menschen und zeitgleich Inspiration, die vielseitigen Chancen, welche die Bundeswehr bietet, zu erkennen.

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