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Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Dutzende von Krankenwagen stehen an, um mit Covid-19 infizierte Patienten im Santa Maria-Krankenhaus in Lissabon abzusetzen. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com, Hugo Amaral
26 Sanitätskräfte, 150 Feldkrankenbetten, 150 Infusionsgeräte und 50 Beatmungsgeräte (40 mobile, 10 stationäre) – das sind vorerst die vereinbarten Hilfeleistungen, die die Bundeswehr an den Pandemie-Hotspot Portugal verlegen wird. Das Verteidigungsministerium teilte am Montag den Obleuten im Bundestag seine Entscheidung bezüglich des Hilfseinsatzes im von der Corona-Pandemie besonders stark betroffenen westeuropäischen Land mit. "Wir unterstützen unsere europäischen Freunde - auch im Kampf gegen Corona. Mit meinem Amtskollegen João Cravinho habe ich vereinbart, dass die Bundeswehr medizinisches Personal und Material nach Portugal entsendet. Solidarität stärkt Europa", zitiert das BMVg Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in seiner aktuellen Pressemitteilung.
Bereits am Mittwoch (3. Februar 2021) wird demnach das medizinische Hilfsteam gegen 11Uhr in einem Airbus A400M der Luftwaffe vom Flughafen Wunstorf Richtung Portugal ausfliegen. Das Hilfsteam war bereits zuvor beim Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst im ostfriesischen Leer zusammengezogen worden. Die Impfung des eingesetzten Personals sei sichergestellt worden, betont das BMVg. Als offizieller Vertreter der Bundeswehr wird auch der Inspekteur des Sanitätsdienstes, Generaloberstabsarzt Dr. Baumgärtner den Hilfseinsatz im Rahmen der humanitären Not- und Katastrophenhilfe begleiten. Die Dauer der Hilfsmaßnahmen sei gemäß Pressemitteilung zunächst auf 21 Tage ausgerichtet. Der portugiesische Verteidigungsminister João Cravinho sprach Deutschland persönlich seinen großen Dank für das Unterstützungsangebot aus. Das bei Deutschen beliebte Urlaubsland hat sich seit Sonntag zur Eindämmung der Pandemie abgeriegelt, Ein- und Ausreise ohne triftigen Grund sind untersagt. Die Corona-Lage in Portugal sei nach Worten von Ministerpräsident António Costa "sehr schlimm", berichtet die Deutsche Presse-Agentur dpa. Das Land ist besonders stark von der als höher ansteckend geltenden Virusmutation betroffen. Laut Daten des Gesundheitsministeriums vom Samstag gäbe es für die 10,3 Millionen Einwohner nur noch sieben freie Betten für die Intensivpflege. Am Samstag wurden in Portugal 12.435 Neuinfektionen und 293 weitere Corona-Tote registriert. „Auf Deutschland hochgerechnet wären das rund 130.000 Infektionen und mehr als 2.300 Toten binnen 24 Stunden“, fasst die dpa zusammen.
Bereits am 25. Januar 2021 hatte sich die portugiesische Gesundheitsministerin Marta Temido mit einem Hilfeersuchen an die Bundesministerin der Verteidigung, Annegret Kramp-Karrenbauer, gewandt. Daraufhin war zunächst ein medizinisches Erkundungsteam nach Lissabon entsandt worden. Mit dem Hilfseinsatz leiste die Bundeswehr nun „in Zusammenarbeit mit dem BMG und dem Auswärtigen Amt erneut einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie, auch bei unseren europäischen Partnern“, betont das BMVg in seiner Pressemitteilung. Dennoch gab es bereits im Vorfeld der BMVg-Entscheidung leise Kritik an der Notwendigkeit des Einsatzes. In Portugal ist das Gesundheitssystem auf öffentliche Gesundheitseinrichtungen und Privatkliniken aufgeteilt. Bei den sieben verfügbaren Intensiv-Betten handelt es sich einzig um die Auslastung der öffentlichen Krankenhäuser. Bisher scheinen die Privatkliniken noch über Kapazitäten zu verfügen. Bereits Mitte Januar hatte Gesundheitsministerin Marta Temido laut eines dpa-Berichts eine Behandlungspflicht für Privatkliniken erwägt. Allerdings gibt es seitdem keine Angaben bezüglich der Durchsetzung dieses Planes.
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