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Übertragung Tarifabschluss und verfassungskonforme Alimentation
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Im Bundestag: Bundeskanzler Friedrich Merz stellt sich den Fragen der Abgeordneten
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Leistungen im Soldatenentschädigungsgesetz werden angepasst
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Bundestag berät über letztmalige Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Libanon
Bundestag berät über die Bundeswehrbeteiligung an KFOR und EUFOR ALTHEA
Erinnerung an Andreas Heine und Christian Schlotterhose
Erinnerung an Alexander Schleiernick, Oleg Meiling und Martin Brunn
Berlin feiert die Veteranen
Sichtbares Zeichen des Gedenkens und der Wertschätzung
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Der Landesvorsitzende Oberstleutnant Thomas Behr dankt Brigadegeneral Dr. Christian Freuding für dessen Vortrag. Foto: DBwV/Fritsch
Adendorf. Zur Tagung des Landesverbandes Nord mit Kommandeuren und Dienststellenleitern hieß der Landesvorsitzende Oberstleutnant Thomas Behr mehr als 60 militärische und zivile Teilnehmer willkommen. Unter den Gästen waren der Stellvertretende Generalinspekteur der Bundeswehr, Generalleutnant Markus Laubenthal, Generalmajor Oliver Kohl (Kommandeur Führungsakademie der Bundeswehr) sowie die Brigadegenerale Dr. Christian Freuding (Leiter Sonderstab Ukraine im Bundesministerium der Verteidigung) und Björn Schulz (Kommandeur Panzertruppenschule). Neben den Militärs nahmen hochrangige Dienststellenleiterinnen und -leiter der zivilen Wehrverwaltung an der Veranstaltung in Adendorf teil.
Verlässlichkeit angemahnt
Zu aktuellen Arbeitsfeldern des DBwV trug Oberst André Wüstner vor. In Sachen Ausstattung und Ausrüstung der Truppe sieht der Bundesvorsitzende immer noch die Notwendigkeit einer beschleunigten Beschaffung. Durch das Sondervermögen für die Bundeswehr selbst nimmt er ein Zurückgewinnen von Vertrauen bei den Bündnispartnern wahr. Zum Ende seines Vortrags bat Wüstner die Zuhörer um ihre Meinung zur Situation in den Streitkräften, Problemen und Herausforderungen. In der folgenden Aussprache wurde deutlich, dass die Vorgesetzten von der politischen Führung Verlässlichkeit erwarten: „Was erzählt wird, muss dann auch tatsächlich stattfinden, was versprochen wird, das muss auch ankommen“, wie es ein Kommandeur ausdrückte.
„Mit einer fortgesetzten Unterstützung der internationalen Gemeinschaft für die Ukraine wird Putin nicht gewinnen“, stellte Generalleutnant Laubenthal fest. Die Landes- und Bündnisverteidigung bezeichnete der Stellvertretende Generalinspekteur als Hauptauftrag der Bundeswehr, die zeitgleich aber auch für Einsätze im Rahmen internationaler Missionen bereitstehen muss. In seiner kritischen Bestandsaufnahme ging er unter anderem auf die „Reservekräfte Schutz und Sicherung“ ein: „Dem Heimatschutzmodell folgend werden zusätzlich entsprechende Kräfte für den Schutz militärischer Objekte und zur Sicherung kritischer Infrastruktur aufgestellt. Diese müssen im Bedarfsfall binnen 48 Stunden zur Verfügung stehen.“ Dazu soll nach den Ausführungen Laubenthals in den Teilstreitkräften und Organisationsbereichen künftig eine Stärke von insgesamt 60.000 verfügbaren Reservedienstleistenden erreicht werden.
Sehr gute Erfahrungen Auf die Unterstützung Deutschlands für die Ukraine ging auch Dr. Freuding ein. Der Brigadegeneral warnte zunächst davor, trotz der Räumung besetzter Gebiete, die russischen Streitkräfte zu unterschätzen. Für die kommenden Monate hält er es für wahrscheinlich, dass die Angreifer Territorium halten und weiter die ukrainische Infrastruktur zerstören wollen. Auf dem Gefechtsfeld erwartete er sowohl den Kampf um Stellungen wie auch bewegliche Operationen. Die bisherigen Erfahrungen in der Ausbildung ukrainischer Soldaten in der Bundesrepublik bezeichnete der Brigadegeneral als „sehr, sehr gut“. Zu deren Professionalität machte er deutlich: „Wir können von den Ukrainern lernen, diese Ausbildung ist auch ein Gewinn für uns.“
Lösungsideen zur Herstellung der Verfassungskonformität der Alimentation von Staatsdienern arbeitete Sebastian Lohmüller heraus. Der Abteilungsleiter Recht im DBwV erläuterte die besoldungsrechtlichen Anforderungen, die aus entsprechenden Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts resultieren. Sandra Borchert aus der gleichen Abteilung sprach über die Soldatenarbeitszeitverordnung (SAZV), auf den persönlichen Bereich zielte der Vortrag „Was sie schon jetzt wissen sollten“ von Oberstabsfeldwebel a.D. Uwe Schenkel. Der Vorsitzende der Ehemaligen, Reservisten und Hinterbliebenen im Landesvorstand Nord lenkte den Blick der Teilnehmer auf die Zeit nach ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst. Ein Programmpunkt, der sich an grundsätzlichen Notwendigkeiten des Einzelnen ausrichtete, aber auch die Pflicht der Vorgesetzten zur Fürsorge berührte.
Mit der Tagung für Kommandeure und Dienstellenleiter hat der Landesverband Nord erneut ein Forum für den offenen Meinungsaustausch geboten. Die Informationen aus erster Hand, Themenauswahl und das Umfeld im Castanea Resort Hotel wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr positiv bewertet. Grund genug, diese Zielgruppenveranstaltung als Plattform der Begegnung 2023 wieder anzubieten.
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