300 Seminare für einen geordneten Übergang in den Ruhestand
DBwV für neues Artikelgesetz Militärische Sicherheit, fordert aber Nachbesserungen
Mannschaften, eine Dienstgradgruppe vor großen Aufgaben
„So einen Aufwuchs hat es seit 1955 nicht gegeben“
Ein Tag im Februar, der alles ändert
Cuxhaven – Eine ganze Stadt freut sich auf die Rückkehr der Bundeswehr
Schneller planen, schneller umsetzen, schneller aufwachsen – so baut die Bundeswehr für die neuen Rekruten
MSC: Viel Grundsätzliches, wenig Konkretes
EuGH: Fahrten von einem zentralen Stützpunkt zu wechselnden Einsatzorten können Arbeitszeit sein
Kabinett beschließt Novellierung der Bundeslaufbahnverordnung – wichtige Forderungen umgesetzt
Panzerbrigade 45: Einsatzversorgung in Litauen gesichert
Verbandserfolg: Ehepartnerzuschlag für ins Ausland mitreisende Ehegatten durchgesetzt
Bundeswehr bleibt im Einsatz gegen IS
Weihnachtszeit im Libanon und in Litauen
Bundestag verlängert EU- und Nato-Mission im Mittelmeer
Bundestag berät über vier Auslandseinsätze
Erinnerung an die Gefallenen vom OP North
Erzählen Sie Ihre Veteranengeschichte!
Für Respekt und Wertschätzung: Benefizkonzert zugunsten der Soldaten- und Veteranen-Stiftung
4./AufklBtl 13 sammelt 4.345 Euro für den „Marsch zum Gedenken“
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Kommandeure und Dienststellenleiterinnen und -Leiter des LV West trafen sich zur Tagung. Der Bundesvorsitzende Oberst André Wüstner (rechts) war zu einem Impulsvortrag eingeladen. Foto: DBwV
Lünen. Vergangene Woche traf der Landesverbandsvorsitzende West, Stabsfeldwebel Volker Keil, Kommandeure und Dienststellenleiterinnen und -Leiter aus dem Bereich des Landesverbandes zum diesjährigen Informationsaustausch. „Die Tatsache, dass wir wieder viele Kommandeure bis in die Generalsebene sowie Führungskräfte der Wehrverwaltung begrüßen dürfen, macht uns stolz. Die große Anzahl an Teilnehmenden interpretieren wir als Form der Wertschätzung des DBwV, die auch zeigt, dass wir mit dem Informationsangebot auch in diesem Jahr den richtigen Nerv getroffen haben“, so Keil bei der Begrüßung der rund 50 teilnehmenden Kommandeure und ebensolchen Führungskräften aus der Wehrverwaltung. In seinem Grußwort ging der Landesvorsitzende neben den weltweiten Krisen besonders auf den nahenden vierten Jahrestag des verbrecherischen Überfalls auf die Ukraine ein und rief in Erinnerung, dass die 2022er-Tagung taggleich stattfand und die Teilnehmenden seinerzeit während der Anreise vom Überfall auf die Ukraine erfahren hatten.
Ministerielle Vertreter machten den Aufschlag
Den Aufschlag machten in diesem Jahr Oberst i.G Boris Helmut Junk und Oberst i.G. Jan-Friedrich Tilmann, die für den kurzfristig verhinderten Hauptabteilungsleiter Streitkräfte, Generalleutnant Gunter Schneider, zur Zukunft der Streitkräfte informierten.
Als verantwortliche Referatsleiter für Heimatschutz und Landesverteidigung bzw. Ausbildung und Übung der Streitkräfte informierten die beiden Generalstabsoffiziere die Teilnehmenden ausführlich zu den sich fortlaufend ändernden Rahmenbedingungen und den hierzu ergriffenen Maßnahmen und Planungen des BMVg.
Aufwuchs und Innere Führung
Der stellvertretende Kommandeur Zentrum Innere Führung, Brigadegeneral Matthias Lau, informierte danach „durch die Brille“ des Beauftragten des Generalinspekteurs der Bundeswehr für Erziehung und Ausbildung. In seinem Vortrag „Aufwuchs und Innere Führung“ schlug er einen Bogen von den Schwerpunkten der Inneren Führung hin zum Spagat der Zielerreichung der Kriegstüchtigkeit als unmittelbare und fordernde Kraftanstrengung aller Vorgesetzten auf allen Ebenen. „Der Schlüssel der Quadratur des Kreises ist die Ausbildung. Geben wir dem Führungsnachwuchs das erforderliche Rüstzeug mit“ brachte der Stellvertretende Kommandeur des ZInFü die Lage auf den Punkt.
Das Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr als Motor des Aufwuchses
In seinem interessanten Vortrag informierte der Präsident des Bundesamtes für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw), Generalleutnant Robert Sieger, zur aktuellen Personalsituation. Dabei beschränkte er sich nicht nur auf die Streitkräfte, sondern informierte auch über die wichtigen Entwicklungen des zivilen Personalkörpers der Bundeswehr. „Die Bundeswehr muss wachsen, die Bundeswehr kann wachsen -und sie tut es!“ so das positive Credo des obersten „Personalmanagers“ der Bundeswehr. „Das Wachstum unterliegt saisonalen Schwankungen und Aufwuchshemmnissen", erklärte er den Zuhörenden die derzeitigen Handlungsschwerpunkte des BAPersBw.
"Wir haben einen 1956er-Moment"
Im letzten Impulsvortrag des ersten Sitzungstages skizzierte der DBwV-Bundesvorsitzende Oberst André Wüstner, vor welchen enormen Herausforderungen die Bundeswehr steht. Mit noch frischen Eindrücken von der Münchner Sicherheitskonferenz vollzog Wüstner einen wahren Parforceritt über den sicherheitspolitischen Parcours. Grundsätzlich positiv stellte er fest, „dass es Dinge gibt, die sich weiterentwickeln müssen - unabhängig davon was geschieht. Gemessen an den Problemen Anderer sind wir auf einem guten Weg.“ In Anlehnung an den Inspekteur des Heeres sprach auch er von „Einen 1956er-Moment" bei der derzeitigen Lagebeschreibung im Vergleich mit den Gründungsjahren der Bundeswehr.
Panel zum Tagesabschluss setzt starke Impulse
Zum Tagesabschluss wurde erstmals ein Panel unter der Leitung Stabsfeldwebel Volker Keil durchgeführt. Gemeinsam mit Oberst Wüstner, Generalleutnant Sieger, Brigadegeneral Lau und Oberst i.G Junk fand ein intensiver Austausch zu den Themen statt, die uns in diesen krisengeschüttelten Zeiten derzeit besonders bewegen. Im Mittelpunkt der Diskussion standen aktuelle sicherheits- und gesellschaftspolitische Herausforderungen sowie deren Auswirkungen auf Politik, Institutionen und Gesellschaft. Die Teilnehemerinnen und Teilnehmer beleuchteten unterschiedliche Perspektiven, teilten Einschätzungen zur aktuellen Lage und diskutierten mögliche Handlungsansätze. Das neue Format bot Raum für einen offenen, konstruktiven Dialog und wurde von den Anwesenden als wertvoller Impulsgeber zum Abschluss des Tages wahrgenommen.
Beitrag Infrastruktur zum Aufwuchs der Bundeswehr
Mit einem schwungvollen Vortrag aus dem BAIUDBw begann der zweite Sitzungstag. Abteilungsleiter Oberst i.G. Thomas Lühring nahm das Plenum mit in die „Welt der Infrastruktur“. Hierbei informierte er von der Feinmechanik des komplizierten Infrastrukturprozesses der Bundeswehr und dem Zusammenspiel des Bauherren Bundeswehr mit den 16 Landesbauverwaltungen. In den vergangenen Jahren sind die infrastrukturellen Bedarfe der Bundeswehr extrem gestiegen- dieser Trend verstärkt sich weiter, beschrieb Lühring eindrucksvoll die derzeitigen Treiber der Infrastruktur. „Fähigkeitsstiftende Infrastruktur muss bereitgestellt werden – das erfordert verlässliche Priorisierung.“
Aktuelle Schwerpunkte der Arbeit des Verteidigungsausschusses
Mit Bettina Lugk (SPD) freute sich der Landesverband West zur diesjährigen Tagung eine in verteidigungspolitischen Fragen sachkundige Abgeordnete des Bundestages als Rednerin begrüßen zu können. „Aktuelle Schwerpunkte der Verteidigungspolitik aus Sicht des Verteidigungsausschusses“ war Leitthema der Verteidigungspolitikerin, die derzeit ordentliches Mitglied und Stellvertretende Vorsitzende im Verteidigungsausschuss ist. Lugk informierte zu den aktuellen Schwerpunkten der Arbeit des Verteidigungsausschusses. Ausführlich ging sie hierbei auch auf die fortwährend medial kommunizierten Defizite der Einsatzbereitschaft mit den hinlänglich beschriebenen materiellen, infrastrukturellen und personellen Problemen der Truppe ein.
Letztendlich komme es darauf an, langfristige Planungen - nicht zuletzt für die Rüstungsindustrie - sicherzustellen. Positiv bewertete die Sozialdemokratin in diesem Zusammenhang die Vervielfachung des Verteidigungshaushaltes und die zunehmende Akzeptanz der Streitkräfte in der Bevölkerung. Bei der sich anschließenden Diskussion kam das gesamte Spektrum der Fragen, die „uns umtreiben“ aufs Tableau und der Landesvorsitzende dankte der Abgeordneten abschließend mit einem Augenzwinkern dafür, dass sie den Fragen Stand gehalten hat.
Bei der sich anschließenden Verabschiedung der angereisten Gäste und Redner zog Stabsfeldwebel Keil eine positive Bilanz der Tagung und dankte für deren Bereitschaft zur Teilnahme in hektischen Zeiten.
„Der DBwV beweist sich als Anker in stürmischer See“, so Keil. Den Mitstreitern aus dem Haupt- und Ehrenamt dankte er für die gute Zusammenarbeit bei der Organisation der Tagung. Erneut habe sich die Kommandeurtagung als ein Forum des Meinungsaustausches und der aktuellen Information bewiesen. Der Landesverband West wird auch in Zukunft Plattform dafür sein.
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