In Zusammenarbeit mit dem Sanitätsdienst brachte die Luftwaffe fünf Corona-Patienten aus Bayern zum Hamburger Flughafen. Foto: Team Luftwaffe/Twitter

In Zusammenarbeit mit dem Sanitätsdienst brachte die Luftwaffe fünf Corona-Patienten aus Bayern zum Hamburger Flughafen. Foto: Team Luftwaffe/Twitter

29.11.2021
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4000 Bundeswehr-Kräfte im Corona-Einsatz – weitere 4000 stehen bereit

Fast 4000 Soldatinnen und Soldaten sind aktuell im Corona-Einsatz, mehr als 4000 weitere stehen bereit: Die verschärfte epidemische Lage in Deutschland beschäftigt zunehmend auch wieder die Bundeswehr.

Insgesamt 3950 Soldatinnen und Soldaten leisten zurzeit bundesweit im Rahmen der Corona-Amtshilfe Dienst. Diese Zahlen veröffentlichte heute das Verteidigungsministerium. Sie bearbeiten in 200 Landkreisen 325 Amtshilfeanträge ab. Fast die Hälfte der eingesetzten Kräfte unterstützt bei der Kontaktverfolgung in den Gesundheitsämtern der Kommunen. Seit heute hält das BMVg zudem mehr als 4000 weitere Soldatinnen und Soldaten für weitere Einsätze bereit.

In den vergangenen Tagen hat die Luftwaffe auch erstmals Corona-Patienten innerhalb Deutschlands verlegt. So flog der Airbus A310 MedEvac am ersten Adventssonntag fünf Patienten aus Bayern nach Hamburg. Von dort wurden sie auf Krankenhäuser in Schleswig-Holstein verlegt. Bereits am Freitag hatte der A310 „Hermann Köhl“ Covid-Patienten aus Süddeutschland nach Münster in Nordrhein-Westfalen geflogen. Die Luftwaffe hatte im vergangenen Jahr bereits solche Flüge durchgeführt – allerdings waren es damals Patienten aus anderen, schwer von der Pandemie getroffenen EU-Staaten, die zur Behandlung nach Deutschland geflogen wurden.

Schon in den kommenden Tagen, noch vor der Vereidigung der neuen Regierung, soll der neue Corona-Krisenstab seine Arbeit aufnehmen. Einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge soll Generalmajor Carsten Breuer, aktueller Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, die Leitung des Stabes übernehmen. Über die Einsetzung und die Aufgabenstellung stehen die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) in engem Kontakt, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin sagte. Es gehe dabei auch um Abstimmung mit den Ländern, dazu gebe es ebenfalls Gespräche. Als eine wichtige Aufgabe des Gremiums nannte Seibert, die Impfkampagne stärker voranzutreiben.

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