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Der Luftschlag von Kundus: Eine folgenschwere Entscheidung

Am Tag nach dem Luftangriff bei Kundus sichern afghanische Polizisten die ausgebrannten Tanklaster. Die Folgen dieser Nacht sollten Deutschland noch lange beschäftigen. Foto: picture-alliance/ dpa | epa Jawed Kargar

Am Tag nach dem Luftangriff bei Kundus sichern afghanische Polizisten die ausgebrannten Tanklaster. Die Folgen dieser Nacht sollten Deutschland noch lange beschäftigen. Foto: picture-alliance/ dpa | epa Jawed Kargar

16.02.2021
Jan Meyer/yb

Der Luftschlag von Kundus: Eine folgenschwere Entscheidung

Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte setzt einen Schlusspunkt unter eine der dramatischsten Episoden in der Geschichte der Bundeswehr. Die Ermittlungen der deutschen Justiz zum Luftangriff von Kundus, vom damaligen Kommandeur des PRT Kundus befohlen, seien ausreichend gewesen, stellte das Gericht in Straßburg fest. Deutschland wird entlastet, der Fall ist nach mehr als zehn Jahren der Aufarbeitung endlich abgeschlossen.

Doch was ist eigentlich damals in dieser September-Nacht passiert? Wie kam es zu dem Luftangriff? Den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr im Afghanistan-Einsatz war damals klar: Sie befinden sich im Krieg – sie erlebten ihn tagtäglich, auf jeder Patrouillenfahrt außerhalb der geschützten Lager. Angriffe aus dem Hinterhalt, versteckte Sprengfallen am Straßenrand, Selbstmordattentäter: Tod und Verwundung waren zu ständigen Begleitern geworden. Nach dem 4. September 2009 konnte dies auch die Politik nicht länger leugnen, das Märchen vom Brunnenbohren in Afghanistan war der Öffentlichkeit nicht länger zu vermitteln.

Wir blicken in unserer Multimedia-Reportage auf die damaligen Ereignisse zurück.

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