Der Spitzenkandidat der AfD für die Bundestagswahl, Alexander Gauland (v.l.), der Berliner AfD-Vorsitzende Georg Pazderski und der Fraktionsvorsitzende der AfD Rheinland-Pfalz, Uwe Junge, bei einem gemeinsamen Statement zur Lage der Bundeswehr Foto: dpa

Der Spitzenkandidat der AfD für die Bundestagswahl, Alexander Gauland (v.l.), der Berliner AfD-Vorsitzende Georg Pazderski und der Fraktionsvorsitzende der AfD Rheinland-Pfalz, Uwe Junge, bei einem gemeinsamen Statement zur Lage der Bundeswehr Foto: dpa

24.05.2017
dpa

AfD sieht Bundeswehr auch in der Tradition der Wehrmacht

Berlin. Die AfD hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorgeworfen, mit ihrer Kampagne gegen Wehrmachtsandenken bei der Bundeswehr Zwietracht zu säen. "Natürlich steht die Bundeswehr auch in der Traditionslinie der Wehrmacht", sagte der rheinland-pfälzische AfD-Fraktionsvorsitzende Uwe Junge am Dienstag in Berlin. Man müsse unterscheiden zwischen dem Unrechtsregime der Nationalsozialisten und militärischen Leistungen. Zu denjenigen, die damals "Haltung gezeigt" hätten, zähle beispielsweise Generalfeldmarschall Erwin Rommel (1891-1944).

Dass die Soldaten jetzt von der Ministerin "zur Denunziation aufgefordert" würden, sei schlecht für die innere Verfasstheit der Truppe, sagte der Berliner AfD-Fraktionsvorsitzende Georg Pazderski. Der AfD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Alexander Gauland, erklärte, mit dem Abhängen eines Fotos von Helmut Schmidt in Wehrmachtsuniform sei "der Gipfel des Irrsinns erreicht" worden. Er fragte: "Sollen jetzt auch alle Familien alle ihre Väter und Söhne aus dem Rahmen nehmen?"

Auslöser für die Suche nach Wehrmachtsdevotionalien bei der Bundeswehr war der Fall des rechtsextremen Oberleutnant Franco A.. Er soll zusammen mit einem anderen Soldaten Anschläge auf Politiker geplant haben. In einer Abschlussarbeit hatte der Offizier über eine angebliche Verschwörung zur Zerstörung westeuropäischer Völker durch Zuwanderung geschrieben, ohne dass dies dem Ministerium gemeldet wurde. "Für solche Dinge darf es in demokratischen Streitkräften keinen Raum und keinen Platz geben", sagte Pazderski.

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