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Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Das neue Vorstandsteam der TruKa InfS mit dem Leiter Lehre und Ausbildung, Oberst Andreas Reyer (1. Reihe rechts) und dem Vorsitzenden Heer im Bundesvorstand, Oberstleutnant Robert Thiele (1. Reihe links). Foto: Jacqueline Danz
Hammelburg. Mehr als 100 Teilnehmer, darunter 95 wahlberechtigte Mitglieder sowie zahlreiche hochrangige Gäste aus Verband und Standort, machten die Mitgliederversammlung der Truppenkameradschaft Infanterieschule Hammelburg zu weit mehr als einem formalen Pflichttermin. Die eindrucksvolle Resonanz zeigte deutlich: Der Deutsche BundeswehrVerband lebt – und er wächst an der Basis.
Bereits zur Begrüßung zeigte sich Hauptmann Steffen Naumann, bisheriger Vorsitzender der Truppenkameradschaft, „überwältigt davon, wie viele heute gekommen sind“. Unter den Gästen waren unter anderem der stellvertretende Kommandeur der Infanterieschule, Oberst Andreas Reyer, der neue Chef des Stabes, Oberstleutnant Sebastian Klima, sowie der Vorsitzende Heer im Bundesvorstand, Oberstleutnant Robert Thiele, und dessen Stellvertreterin, Stabsfeldwebel Katja Schwark. Die starke Präsenz machte deutlich: Der Verband ist kein Randthema.
Ein Verband in Bewegung
Der DBwV wächst und die Betreuung an der Basis ist wichtiger denn je. Die Worte des Bundesvorsitzenden Oberst André Wüstner auf der 22. Hauptversammlung bringen es auf den Punkt: „Der Deutsche BundeswehrVerband hat viele Menschen, die mitgestalten wollen.“ Genau dieser Geist war in Hammelburg zu spüren.
Nach der Wahl des Wahlvorstandes und der Bestätigung der ordnungsgemäßen Einberufung zog Vorsitzender Hauptmann Steffen Naumann eine eindrucksvolle Bilanz seiner zweijährigen Amtszeit. Die Bandbreite an Veranstaltungen konnte sich sehen lassen und reicht vom kameradschaftlichen Frühstück im kleinen Kreis bis hin zur Großveranstaltung mit über 500 Teilnehmenden beim Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Luxemburg in Sinsheim. Engagement, Organisationstalent und Herzblut prägten die Arbeit des Vorstandsteams der vergangenen Amtszeit. Anerkennung für solche, nicht selbstverständliche ehrenamtliche Arbeit erfuhr ein Kamerad mit einer Dankesurkunde.
Mit einem überraschenden Satz leitete Hauptmann Naumann den Führungswechsel ein: „Wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören.“ Er verzichte auf eine erneute Kandidatur, wolle aber dem Vorstand als Beisitzer erhalten bleiben. Die einstimmige Entlastung des Vorstandes unterstrich das Vertrauen der Mitglieder. Zugleich stellte die Versammlung wichtige Weichen: Die Amtszeit des Vorstandes wird künftig auf vier Jahre verlängert, zudem wächst das Gremium auf 30 Mitglieder – ein deutliches Signal für breitere Beteiligung und eine starke Basis.
Geschlossen in die Zukunft
Die Vorstandswahlen zeigten große Geschlossenheit: Zum neuen Vorsitzenden wurde Stabsfeldwebel Roman Böhme einstimmig gewählt, ebenso wie sein Stellvertreter Stabsfeldwebel Heiko Hertl. Das Amt des Schriftführers übernimmt Stabsfeldwebel Thomas Höfs. Zudem bestätigten die Mitglieder 26 Beisitzer sowie drei Delegierte und sieben Ersatzdelegierte mit deutlicher Zustimmung. Die Wahl veranschaulichte einmal mehr, dass der Verband vom aktiven Mitgestalten seiner Mitglieder lebt.
Blick über den Standort hinaus
Als Vorsitzender Heer im DBwV gab Oberstleutnant Robert Thiele einen kompakten Überblick über die Verbandsarbeit nach der 22. Hauptversammlung und stellte den neuen Bundesvorstand vor. Eine zentrale Neuerung: Mit Oberstabsgefreitem Marcus Meissner gehört erstmals ein Soldat auf Zeit aus der Gruppe der Mannschaftsdienstgrade dem Führungsgremium an – ein bewusstes Signal für mehr Repräsentanz dieser Statusgruppe und ein klarer Auftrag, ihre Perspektiven stärker einzubringen. Die Delegierten der 22. HV hatten über mehr als 800 Anträge entschieden, insbesondere zu Arbeitszeit und SAZV, zum personellen Aufwuchs und neuen Wehrdienst sowie zur verfassungskonformen Besoldung. Thiele erläuterte dazu Zahlen, Prognosen und Ziele aus Sicht des Heeres und machte deutlich, dass der Verband weiterhin hartnäckig und konstruktiv bleibt. In der Fragerunde standen vor allem Führungszulagen und Mindestdienstzeiten für Beförderungen im Fokus – Themen, die für spürbaren Diskussionsbedarf sorgten.
Klare Worte, offene Diskussionen und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, Mitgestalten statt zuschauen – in Hammelburg ist das keine Floskel, sondern gelebte Praxis.
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