Stellv. Bundesvorsitzender Oberstabsfeldwebel Jürgen Görlich

Stellv. Bundesvorsitzender Oberstabsfeldwebel Jürgen Görlich

05.01.2015

Neues Jahr bringt neue Herausforderungen

Kaum hat sich das alte Jahr verabschiedet, nimmt das neue schon wieder Fahrt auf. Fast scheint es so – was allerdings nicht der Realität entspricht –, als vergehe die Zeit immer schneller und würden die Jahre von Jahr zu Jahr kürzer werden. Gerade deshalb hoffe ich und wünsche Ihnen, dass zwischen den Jahren ein wenig Zeit zum Durchatmen und Erholen blieb und Sie gesund sowie mit neuer Motivation ins Jahr 2015 gestartet sind.

Nunmehr stehen deutsche Soldatinnen und Soldaten bereits im 14. Jahr am Hindukusch im Einsatz. Anlass und Gelegenheit, diese Ausgabe im Schwerpunkt dem Afghanistan-Einsatz in Form der International Security Assistance Force (ISAF) zu widmen. In den vergangenen Jahren leisteten mehr als 130 000 deutsche Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan ihren Dienst. Seit Beginn haben 55 von ihnen dabei ihr Leben verloren. Dazu kommen viele Verwundete, körperlich wie seelisch. Ende 2014 ist der ISAF-Einsatz nunmehr ausgelaufen und wurde am 1. Januar dieses Jahres von der Resolute Support Mission (RSM) abgelöst, die kein Kampfeinsatz mehr sein, sondern einer anderen Philosophie folgen soll. Mit der RSM-Mission sollen die afghanischen Sicherheitskräfte weiter ausgebildet, beraten und unterstützt werden. Mithin ein Einsatz mit neuem Gesicht, möglicherweise aber nicht weniger gefährlich. Der Beschluss sieht dazu vor, bis zu 850 Soldatinnen und Soldaten einzusetzen. Das Mandat gilt vorerst ein Jahr. Es steht somit fest, dass der Einsatz in Afghanistan für die Bundeswehr auch in diesem Jahr sehr fordernd sein wird, allerdings der Schwerpunkt verlagert wurde.

Beinahe spiegelbildlich wollen wir in diesem Jahr im Verband auch etwas andere Schwerpunkte bilden. Während im vergangenen Jahr ein wesentlicher Schwerpunkt der Verbandsarbeit auf der politischen Einflussnahme bei der Entstehung des Gesetzentwurfes zur Steigerung der Attraktivität des Dienstes in der Bundeswehr (BwAttraktStG) lag und somit in Form von Lobbyarbeit nach außen gerichtet war, soll dieses Jahr unter anderem mit den vier Landesversammlungen, die Wahlversammlungen sind, von innerverbandlichen Veranstaltungen sowie der Basisarbeit geprägt werden und mithin der Verein im Vordergrund stehen. Dazu zählt auch, dass Bundes- und Landesvorstandsmitglieder verstärkt an Mitgliederversammlungen, Standorttagen sowie Informationsveranstaltungen teilnehmen als auch den ehrenamtlich in der Fläche Tätigen gedankt wird und sie thematisch „mitgenommen“ werden. Daneben darf trotzdem die politische Arbeit nicht vernachlässigt werden.

Denn Anfang des Jahres stehen für das BwAttraktStG mit den drei Lesungen im Bundestag – 1. Lesung geplant für den 29./30. Januar sowie 2. und 3. Lesung geplant für den 26./27. Februar – sowie den Ausschussberatungen – geplant für den 4. Februar – noch wichtige Meilensteine an. Erst danach kann das Gesetz ausgefertigt und verkündet werden – geplant für April 2015 –, was wiederum Voraussetzung für das Inkrafttreten ist. Aber damit hat es noch nicht sein Bewenden. Denn dann stehen wir vor der Herausforderung zu übersetzen, was im Gesetz geregelt ist. Auch müssen wir die konkrete Umsetzung der gesetzlichen Vorschriften begleiten und dabei vermitteln. Es ist davon auszugehen, dass dazu viele Anfragen bei uns und allen ehrenamtlich für den Verband Tätigen eingehen werden. Umso wichtiger ist es, auch dann noch umfassend und möglichst verständlich zu informieren.

Sie alle möchte ich deshalb für 2015 dazu aufrufen, sich hieran sowie an der Verbandsarbeit im Allgemeinen tatkräftig zu beteiligen.


Mit kameradschaftlichen und kollegialen Grüßen

Ihr Jürgen Görlich

1. Stellvertreter des Bundesvorsitzenden

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