Thomas Behr leitete die Tagung und trug zur aktuellen Verbandspolitik vor. Foto: DBwV

Thomas Behr leitete die Tagung und trug zur aktuellen Verbandspolitik vor. Foto: DBwV

19.02.2026
jf

Adendorf: Tagung für Chefs- und Kompaniefeldwebel

Adendorf. Kompaniechefs, Kompaniefeldwebel und Inhaber entsprechender Dienstposten kamen zu einer Tagung des Landesverbands Nord in das Adendorfer Castanea Resort Hotel. Unter Leitung von Oberst Thomas Behr befassten sie sich zwei Tage im Schwerpunkt mit Personalangelegenheiten, der Soldatenarbeitszeitverordnung (SAZV) und Verbandsthemen. 

Der Landesvorsitzende Nord äußerte sich unter anderem zu sozialen Aspekten, darunter zur Schaffung befriedigender Lebensverhältnisse für Soldatenfamilien in Litauen. Darüber hinaus ging er auf die sicherheits- und verteidigungspolitische Lage ein und stellte Forderungen nach einer ausreichenden Ausstattung der Streitkräfte und die Beschleunigung von Beschaffungsmaßnahmen.

Kapitän zur See Stephan Riensch und Major Patrick Lüer vom Kölner Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw) erläuterten den Sachstand und gaben einen Ausblick betreff Personalbindung und Auswahlkonferenzen. Ein zügiger weiterer Aufwuchs der deutschen Streitkräfte ist nach Angaben von Unterabteilungsleiter Riensch nur möglich, wenn die Personalgewinnung durch Bindung des vorhandenen Personals ergänzt wird. Major Lüer verwies auf die Bedeutung von Beurteilungen für den Werdegang der Soldaten und verwies auf die Unterstützung für Beurteilende durch sein Amt.

Weitere Referenten waren Sebastian Lohmüller und Alexander Karnop aus der Rechtsabteilung des DBwV. In Sachen Mindestbeförderungszeiten machten sie deutlich, dass deren Länge gemäß Rechtsprechung kein Merkmal für Eignung, Befähigung oder Leistung darstellt. Juristische Lösungsansätze sind beispielsweise die Entbündelung von Dienstposten oder die Verlängerung der Beurteilungszeiträume. Auch das komplexe Thema SAZV warf viele Fragen auf. Dies unterstrich, dass auf diesem Gebiet großen Handlungsbedarf besteht. Auch dies wird der DBwV im Auge behalten und rechtliche sowie soziale Argumente an die Politik herantragen.

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