Zu wenige Mannschaftsdienstgrade in den Beteiligungsgremien: Oberstabsgefreiter (w) Mandy Wagner weiß, warum sie als Vertreterin ihrer Statusgruppe für den Hauptpersonalrat kandidiert

Zu wenige Mannschaftsdienstgrade in den Beteiligungsgremien: Oberstabsgefreiter (w) Mandy Wagner weiß, warum sie als Vertreterin ihrer Statusgruppe für den Hauptpersonalrat kandidiert

03.04.2016

„Ich konnte mich immer auf den Verband verlassen“

Die Mitbestimmung hat’s ihr angetan – jetzt wartet die nächste Aufgabe: Im Interview sagt Personalrätin Oberstabsgefreiter (w) Mandy Wagner, was sie antreibt, wie sie der DBwV unterstützt und welche Ziele sie für die Arbeit im Hauptpersonalrat hat.

Die Bundeswehr:Frau Wagner, wie sind Sie zur Bundeswehr gekommen und in welchen Verwendungen sind Sie derzeit eingesetzt?

Mandy Wagner: Ich bin Oberstabsgefreiter (w) im Feldwebel-/Unteroffizieranwärter-Bataillon 1 in Sondershausen und mittlerweile Soldatin auf Zeit (15 Jahre).  Dort bin ich im Vorzimmer vom Kommandeur eingesetzt. Ich begann meine Grundausbildung am 1. Juli 2008 in Walldürn im Logistikbataillon, wurde dann von 2009 bis 2011 nach Koblenz versetzt zum Bataillon für Operative Information 950. Ende 2011 ging ich nach Bad Frankenhausen ins Logistikbataillon 131. Seit  April 2013 tue ich Dienst im Feldwebel-/Unteroffizieranwärter-Bataillon 1.

Wie sind Sie zur Personalratsarbeit gekommen?

Ich habe mich 2015 für den örtlichen Personalrat aufstellen lassen und wurde auch als ordentliches Mitglied gewählt. Gleichzeitig war ich dann automatisch die Vertrauensperson (VP) der Mannschaften für die Standorte Idar-Oberstein und Sondershausen, die sogenannte „Quasi-VP“. Denn ich war der einzige Mannschaftsdienstgrad in diesem Personalrat.

Denken Sie, dass Ihre Arbeit etwas bewirkt?

Natürlich konnte ich in meinem fast einem Jahr Amtszeit schon einiges bewegen, ob in Disziplinarangelegenheiten oder einfach als Zuhörer oder Tippgeber. Es ist auf jeden Fall eine vielseitige Angelegenheit, die aber natürlich auch Spaß macht.

Warum streben Sie nun ein Mandat im Hauptpersonalrat an?

Auf meiner Grundschulung für Personalratsmitglieder habe ich mitbekommen, dass Mannschaftsdienstgrade in den Interessenvertretungen echte Mangelware sind. Mir ist bewusst geworden, dass hier etwas nicht funktioniert und geändert werden muss. Somit beschloss ich, mich für den Hauptpersonalrat (HPR) im BMVg  aufstellen zu lassen, um mal zu schauen, ob unserer Dienstgradgruppe überhaupt die Möglichkeit gegeben wird, ganz oben mitzuwirken und ihre Interessen vertreten zu können.

Warum braucht die Bundeswehr eine Personalvertretung?

Um die berechtigten Interessen der Soldatinnen und Soldaten auf Grundlage der europäischen und nationalen Gesetze und Verordnungen gegenüber dem Dienstherrn zu vertreten und als Bindeglied zwischen Soldaten und Dienstherr die Probleme, Wünsche und Anregungen im Dienstbetrieb vertrauensvoll zu regeln.

Warum kandidieren Sie für die Liste DBwV?


Ich bin echt gespannt auf die Wahlen im Mai. Natürlich arbeite ich sehr gerne mit dem Deutschen BundeswehrVerband zusammen. Ich bin selbst in der Standortkameradschaft tätig und seit 2008 Mitglied – ich weiß also, was es heißt, wenn man Hilfe braucht, egal ob in Rechtsfragen oder anderen Beratungsangelegenheiten. Für diese Unterstützung ist der Mitgliedsbeitrag sehr moderat, jeder sollte ihn übrig haben. Ich konnte mich bisher immer auf den DBwV verlassen.

Deswegen glaube ich, dass ich im HPR sehr gut mit der Verbandsorganisation zusammenarbeiten kann und von allen Seiten unterstützt werde, gerade in meinem besonderen Anliegen: Natürlich möchte ich im HPR die Interessen aller Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr vertreten, aber besonders die der Mannschaften. Hier geht es mir ganz speziell um das Laufbahnrecht der Mannschaften, weil ich selbst Mannschaftsdienstgrad bin, es gern lange bleiben würde, stolz darauf bin und diese Laufbahngruppe häufig auf der Strecke bleibt.

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