Kugelstoßerin und Sportsoldatin Stabsunteroffizier (FA) Christina Schwanitz im Wettkampf während der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro Foto: Bundeswehr

Kugelstoßerin und Sportsoldatin Stabsunteroffizier (FA) Christina Schwanitz im Wettkampf während der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro Foto: Bundeswehr

20.04.2017
dpa

Bald machen Olympiasieger die Soldaten fit

Frankfurt/Main. Die Bundeswehr hat auf Kritik von Athleten reagiert und will die berufliche Perspektive der Topsportler mehr fördern. Es liege nahe, die ziel- und leistungssportorientierten Sportler, die man beschäftige, für eine berufliche Zukunft bei der Bundeswehr zu gewinnen, sagte Markus Kurczyk, der für Ausbildung zuständige Brigadegeneral im Kommando Streitkräftebasis in Bonn, der "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Damit sollen Athleten weitere Perspektiven geschaffen werden, zum Beispiel auch als Sportlehrer oder -ausbilder bei der Bundeswehr zu arbeiten.

So sollen von 2018 an Spitzensportler an der Hochschule der Bundeswehr in München Sportwissenschaften mit den Schwerpunkten Prävention und Rehabilitation studieren können. Möglich sei, dass weitere Studiengänge an den Bundeswehr-Hochschulen in München und Hamburg folgen werden.

Darüber hinaus sollen in den nächsten drei Jahren 150 Posten für Sportausbilder geschaffen werden. Olympiasieger oder Weltmeister sollen zukünftig laut Kurczyk Soldaten fit machen.

"Das sind Veränderungen, die wegweisend wären", sagte Max Hartung, Aktivensprecher des Deutschen Olympischen Sportbundes, zu den neuen beruflichen Perspektiven bei der Bundeswehr, die mit 744 Planstellen größter Förderer des olympischen Sports in Deutschland ist. "Das ist ein Hammer. Ich bin total begeistert."

Hartung hatte mit seiner Kritik ("Das Geld kann man intelligenter und fairer einsetzen") den Anstoß für dieses Umdenken gegeben. Seine Vorstellungen von einer athletengerechteren Förderung konnte er bei einem Gespräch mit Kurczyk in Bonn erläutern. Ein zweites Treffen sei im Juni vereinbart.

Ausgebaut hat die Bundeswehr den Stellen-Pool für paralympische Sportler von zehn auf 17. Ob zukünftig auch paralympische Sportler an den Bundeswehr-Hochschulen studieren können, ist noch nicht entschieden.

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