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Ausblick beim Durchfahren des Nord-Ostsee-Kanals. Foto: BFD
Am 26. September ging es für interessierte Soldatinnen und Soldaten mit dem Berufsförderungsdienst Kiel zu einem ganz besonderen Arbeitgeber: dem Verein der Kanalsteurer in Kiel. Nach einem spannenden Vortrag zur Geschichte des Nord-Ostseekanals, hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich an einem Simulator in die Position eines Kanalsteurers zu versetzen.
Geschichte des Nord-Ostsee-Kanals
Der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) - damals noch Kaiser-Wilhelm-Kanal genannt - wurde bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut. Er ist mit knapp 100 Kilometern die meist befahrene künstliche Schifffahrtsstraße der Welt und verbindet Nordsee mit Ostsee. Der damalige Reichskanzler Otto von Bismarck wollte durch die Verbindung von Nord- und Ostsee den in Wilhelmshaven und Kiel stationierten Kriegsflotten im Kriegsfalle eine schnellere Verbindung ermöglichen.
Der Kanal erwies sich jedoch als sehr schwierig zu befahren. Fast jedes zwanzigste Schiff hatte eine Havarie. Oftmals liefen die Schiffe in die Uferböschung und blieben stecken. Um die Durchfahrt sicherer zu gestalten, wurden 1900 die ersten speziell ausgebildeten Kanalsteurer eingesetzt. Dies war somit die Geburtsstunde der Ausbildung zum Kanalsteurer. Die Anzahl der Havarien ging seitdem deutlich zurück. 1948 wurde der Kaiser-Wilhelm-Kanals dann in Nord-Ostsee-Kanal umbenannt.
Der Beruf des Kanalsteurers
Kanalsteurer sind also für die sichere Durchfahrt der Schiffe durch den Nord-Ostsee-Kanal verantwortlich. Da Kanalsteurer sehr gute Kenntnisse der örtlichen Begebenheiten mitbringen, konnte auch die Kapazität des Kanals optimiert werden. Begegnen sich zwei Schiffe, sorgt der Kanalsteurer z.B. dafür, dass diese sicher aneinander vorbeifahren können ohne weichen oder warten zu müssen. Nicht jedes Schiff muss für die Durchfahrt einen Kanalsteurer anfordern. Kleinere Schiffe wie Segelyachten dürfen als Selbstfahrer den NOK befahren. Erst ab einer bestimmten Größe ist es verpflichtend, einen Kanalsteurer an Board zu haben.
In Deutschland ist dieser Beruf einmalig, kein anderes Binnengewässer hat Steurer. Die Kanalsteurer werden oft mit Lotsen verwechselt, stellen jedoch eine ganz eigene Berufsgruppe dar.
Die Kanalsteurer müssen über ein Seefahrtpatent als Nautiker verfügen sowie seediensttauglich sein.
Die mit 2300 Euro vergütete Ausbildung dauert zwischen 16 und 24 Wochen, je nach Patent und bereits erfolgter Fahrzeit, und umfasst praktische und theoretische Inhalte. Die Ausbildung endet mit einer Prüfung vor dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt. Bei erfolgreichem Abschluss erfolgt die Übernahme in den Verein der Kanalsteurer.
Die Arbeit des Kanalsteurers ist nicht nur abwechslungsreich und sehr gut bezahlt, die Mitglieder sind u.a. gleichgestellt und unkündbar.
Verein der Kanalsteurer e. V.
Der Verein kümmert sich seit seiner Gründung am 24. September 1908 um alle Belange und Interessen der Kanalsteurer. Er ist ein Zusammenschluss von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und übernimmt u.a. die Wahrung der Berufsinteressen der Kanalsteurer, die Verwaltung der eingezogenen Kanalsteurergebühren oder die Einstellung neuer Steureranwärterinnen und -anwärter.
Bewerbungen
Die Voraussetzung, um in den Verein aufgenommen zu werden, ist ein nautisches Patent.
Der Verein berechnet vierteljährlich den voraussichtlichen Personalbedarf und legt in den folgenden Mitgliederversammlungen fest, ob und wie viele Aspiranten eingestellt werden sollen. Die Auswahl erfolgt später durch Wahl aller Kanalsteurer. Folgende Bewerbungsunterlagen werden benötigt:
Die Seediensttauglichkeit und das Führungszeugnis dürfen zum Zeitpunkt des Auswahlverfahrens nicht älter als 6 Monate sein. Die Verdienstmöglichkeiten variieren je nach Schiffsaufkommen.
Der Verein der Kanalsteurer bietet interessierten Bewerberinnen und Bewerbern ebenfalls die Möglichkeit ein Praktikum zu absolvieren. Bei weiteren Fragen melden Sie sich gerne direkt beim
Verein der Kanalsteurer e.V. Schleuseninsel 39 24159 Kiel Tel. 0431/333112 oder per Mail office@kanalsteurer.com Weitere Informationen finden Sie unter www.kanalsteurer.de .
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